Fachverband Sozial- und Sonderpädagogik
Association professionnelle pour l’éducation sociale et la pédagogie spécialisée

kinderrechte.jpg

 

Ausweitung der Meldepflichten bei Kindeswohlgefährdung

Künftig sind bei konkreten Hinweisen darauf, dass die körperliche, psychische oder sexuelle Integrität eines Kindes gefährdet ist, nicht nur Lehrpersonen und Sozialarbeiter zur Meldung verpflichtet, sondern alle Fachpersonen, die beruflich regelmässig mit Kindern zu tun haben. Das Parlament hat die entsprechende Revision des Zivilgesetzbuches im Bereich Kindesschutz in der Wintersession 2017 abgeschlossen.

Als ein «konkreter Hinweis» - wie die Formulierung im Zivilgesetzbuch (ZGB) lauten wird - sei aber nicht zu verstehen, dass Fakten oder Beweise vorliegen müssen, sondern konkrete Anhaltspunkte oder Beobachtungen. So hat Frau Bundesrätin Sommaruga diese Formulierung im Parlament erläutert.

Die Revision des ZGB im Bereich Kindesschutz vereinfacht auch die Melderechte von Berufsgeheimnisträgerinnen und -trägern.

Diese Änderung der Melderechte und -pflichten verbessert die Grundlage für einen wirksamen Schutz von gefährdeten oder misshandelten Kindern, indem sie einen national einheitlichen Mindesstandard schafft. Gleichzeitig lässt die neue Regelung den Kantonen die Möglichkeit, Meldepflichten zu erlassen, die über die bundesrechtlichen Bestimmungen hinausgehen.

zum Geschäft (15.033) ZGB. Kindesschutz