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		<title>Aktuelles | Integras</title>
		<link>https://integras.ch/?id=34</link>
		<description></description>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 01:17:28 +0200</pubDate>
		<category>Integras</category>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/ein-jahrhundert-integras-rueckblick-auf-gv-und-jubilaeum-135</link>
			<title>Ein Jahrhundert Integras: Rückblick auf GV und Jubiläum</title>
			<description>&lt;h2&gt;100 Jahre Integras&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die diesjährige Generalversammlung stand ganz im Zeichen eines besonderen Meilensteins: Gemeinsam mit Mitgliedern, Partnerorganisationen und Wegbegleiter*innen feierte Integras ihr 100-jähriges Bestehen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im statutarischen Teil verabschiedeten die Mitglieder das Protokoll der Generalversammlung 2025, den Jahresbericht sowie die revidierte Jahresrechnung und erteilten dem Vorstand Décharge. Zudem informierte der Vorstand über aktuelle und kommende Projekte, darunter das JAEL-E-Learning, die KOKO-Veranstaltung mit Österreich, die Weiterentwicklung der GDDL in der Deutschschweiz sowie die Arbeiten verschiedener Fachkommissionen und Fachgruppen. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Vorstandswahlen&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Zentrum der diesjährigen Wahlen standen sowohl Kontinuität als auch Erneuerung. Präsident Jürg Hofer wurde mit einer Ausnahmebewilligung der Generalversammlung für ein zusätzliches Jahr als neuntes Vorstandsmitglied bestätigt. Auch Nicole Wolschendorf, Thomas Gabriel und André Wyssenbach wurden für eine weitere Amtsperiode von drei Jahren wiedergewählt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neu in den Vorstand gewählt wurden Sandra Abderhalden, Gaëlle Aeby, Gian Paolo Conelli, Lucia Geisshüssler und Hervé Goarant. Herzlich willkommen im Vorstand von Integras! Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Zukunft unseres Verbands zu gestalten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.integras.ch/de/aktuelles/fruehaufsteherin-oder-strategie-freak--136&amp;quot;&gt;Lernen Sie den neuen Vorstand kennen&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Jubiläumsfeier&amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;br /&gt;
«Vergangenheit verstehen, Zukunft gestalten»&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Anschluss begann die Jubiläumsfeier unter dem Leitgedanken «Vergangenheit verstehen, Zukunft gestalten». In seiner Begrüssung erinnerte Vorstandsmitglied Thomas Gabriel daran, dass 100 Jahre Integras kein Schlusspunkt seien, sondern ein Komma in einer Geschichte, die gemeinsam weitergeschrieben werde. Der Blick auf die vergangenen hundert Jahre zeigte, wie stark sich die Kinder- und Jugendhilfe gewandelt hat – geprägt von gesellschaftlichen Veränderungen, fachlicher Weiterentwicklung und einem wachsenden Bewusstsein für die Rechte und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gleichzeitig richtete sich der Blick nach vorn: Wie können gute Rahmenbedingungen für Fachpersonen geschaffen, die Beteiligung junger Menschen gestärkt und tragfähige Angebote für kommende Generationen entwickelt werden? Integras versteht sich dabei weiterhin als Plattform für den Austausch zwischen Praxis, Forschung, Politik, Behörden sowie Kindern und Jugendlichen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Spannende Impulse boten der historische Einblick von Prof. Dr. Martin Lengwiler zur Entwicklung der Lebensräume von Kindern und Jugendlichen sowie die Jubiläumsausstellung von Basil Rogger. Beim anschliessenden Apéro wurde deutlich, was Integras seit 100 Jahren prägt: das gemeinsame Engagement für Kinder und Jugendliche.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/der-buendner-standard-2026-137</link>
			<title>Der Bündner Standard 2026</title>
			<description>&lt;h2&gt;Die Meldestelle als zentrale Anlaufstelle bei Irritationen und Integritätsverletzungen&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In Organisationen der Sozial- und Sonderpädagogik wächst der Bedarf nach klaren, sicheren und professionellen Prozessen im Umgang mit Nähe und Distanz. Das Kernelement 9 des Bündner Standards beschreibt die Meldestelle als zentrales Element der Organisationsentwicklung.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angela Hepting vom Kernteam Stiftung Bündner Standard sprach mit Rahel Striegel, Leitung Präventions- und Meldestelle der pädagogischen Angebote der Stiftung Gott hilft, über gemachte Praxiserfahrungen, damit die Meldestelle ihre bedeutsame Rolle im Rahmen des Schutzkonzepts einnehmen kann und nicht zum «Petz-Briefkasten» wird.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Welche Herausforderungen zeigen sich beim Aufbau einer Meldestelle?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eine gut implementierte Meldestelle schafft Orientierung und Sicherheit im Alltag. Voraussetzung sind eine klare organisatorische Einbettung, transparente Prozesse und eine verständliche Umsetzung für alle – auch für Kinder und Jugendliche. Darstellungen in leichter oder bildlicher Sprache und das praktische Erleben von Meldeprozessen unterstützen das Verständnis.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Im Aufbauprozess werden oft Fragen zu Rollen, Zuständigkeiten und Machtverhältnissen sichtbar. Deren Klärung ist zentral.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Meldestelle trägt Verantwortung für den Prozess, hat jedoch keine Weisungsbefugnis. Sie hört zu, unterstützt bei der Einordnung und stellt sicher, dass Fälle entlang definierter Abläufe bearbeitet werden.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Meldestelle ist Anlaufstelle bei Irritationen oder integritätsverletzenden Vorfällen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Meldestelle begleitet die Leitung im Prozess der Bearbeitung von schweren Grenzverletzungen.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ziel ist, dass meldende Personen bei der Meldestelle Entlastung und Sicherheit erfahren. Damit stärkt diese eine Kultur der Besprechbarkeit und wirkt präventiv.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Was macht es aus, dass die Meldestelle kein «Petz-Briefkasten», sondern ein Gewinn für das Miteinander ist?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eine Meldestelle wird dann nicht als «Petz-Briefkasten» erlebt, wenn:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;sie als unterstützende Instanz wahrgenommen wird – nicht als Kontrollorgan.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mitarbeitende und Adressat:innen konkrete Hilfe erfahren.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;der Umgang mit Meldungen transparent ist und sorgfältig erfolgt.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Entscheidend ist die personelle Besetzung der Meldestelle.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die verantwortliche Person der Meldestelle ist:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;vertrauenswürdig, fachlich kompetent und gut in die Organisation eingebettet.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;verfügt - zusammen mit der Institutions-/Betriebsleitung - über eine hohe Rollenklarheit&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;verfügt über die notwendigen kommunikativen Kompetenzen für sensible Prozesse&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Kritisch wird es, wenn die Meldestelle als «Hüterin der Rechtsordnung» auftritt. Dadurch verschiebt sich das Machtgefüge in der Organisation und die hierarchische Führung wird untergraben. Dies führt zu Unsicherheit und entwertet sowohl die Meldestelle als auch die Leitungspersonen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wie erkläre ich einem 8-jährigen Kind die Meldestelle?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Für Kinder muss die Meldestelle als sicherer Ort erlebbar sein. Sie sollen verstehen:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Es ist in Ordnung, etwas anzusprechen, das sich nicht gut anfühlt.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kinder werden ernst genommen und bekommen Unterstützung.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Auf Meldungen folgen klare nächste Schritte.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Hilfreich sind eine einfache Sprache, die bildliche Darstellung des Prozesses und Beispiele aus ihrem Alltag. Zentral ist die Botschaft: «Wir schauen hin und helfen, wenn etwas passiert ist.» Eine Kultur der Besprechbarkeit wird für Kinder vor allem durch gelebte Erfahrungen in vergleichbaren Situationen erlebbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Meldestelle ist dann wirksam, wenn sie mit einfachen Worten erklärt und verstanden werden kann.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wie machen Kinder Meldungen und was passiert unmittelbar danach?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Kinder sollen Meldungen schriftlich, digital oder im persönlichen Gespräch (auch telefonisch) machen können. Wichtig ist, dass sie die verschiedenen Meldewege kennen, um die für sie passende Form zu wählen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unmittelbar nach der Meldung ist entscheidend, dass:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;das Kind zeitnah eine Rückmeldung erhält,&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die nächsten Schritte verständlich erklärt werden,&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;das Kind – soweit sinnvoll und möglich – einbezogen wird,&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;dem Kind eine verlässliche Ansprechperson erhalten bleibt.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Eine Meldung kann Unterschiedliches auslösen und von einem klärenden, beratenden Gespräch bis zur Weitergabe an die Leitung reichen. In jedem Fall steht die Unterstützung des Kindes/Jugendlichen im Zentrum.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schwierige Situationen gehören zum Alltag von Kinder- und Jugendorganisationen und sind kein Zeichen von Versagen. Meldungen von grenzverletzendem Verhalten ermöglichen Reflexion, Lernen und Weiterentwicklung. Die Meldestelle deckt alle drei Präventionsstufen (was tun wir, damit nichts passiert / was tun wir, wenn etwas passiert / was tun wir, nachdem etwas passiert ist). Eine gute Nachsorge durch die Meldestelle stärkt langfristig eine offene und professionelle Haltung in der Organisation.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Meldestelle hat eine zentrale Funktion in der Organisation. Eine sorgfältige Einführung lohnt sich, damit aus diesem wichtigen Kernelement kein «Petz-Briefkasten» wird.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.buendner-standard.ch/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Der Bündner Standard&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.buendner-standard.ch/de/umsetzung/implementierung-buendner-standard&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Implementierung und Label&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Rahel Striegel, Leitung Präventions- und Meldestelle der pädagogischen Angebote der Stiftung Gott hilft&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angela Hepting, Mitglied Kernteam Stiftung Bündner Standard&amp;nbsp;&lt;br type=&amp;quot;_moz&amp;quot; /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/fruehaufsteherin-oder-strategie-freak--136</link>
			<title>Frühaufsteherin oder Strategie-Freak? </title>
			<description>&lt;p&gt;Doch wer sind die Menschen hinter den Funktionen und Titeln? Lernen Sie den neuen Vorstand mit spontanen Antworten auf unsere Blitzfragen von einer persönlichen Seite kennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Herzlich willkommen im Vorstand von Integras! Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Zukunft unseres Verbands zu gestalten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In alphabetischer Reihenfolge:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/durchschnittlich-3,7-platzierungen-pro-kind-134</link>
			<title>Durchschnittlich 3,7 Platzierungen pro Kind</title>
			<description>&lt;h2&gt;Qualität in der Kinder- und Jugendhilfe&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;An der EQUALS-Jahresversammlung stand deshalb die Frage im Zentrum, wie Qualität in der stationären Kinder- und Jugendhilfe sichtbar und weiterentwickelt werden kann. Integras hat die Jahresversammlung als Kooperationspartnerin organisiert. 17 Fachpersonen tauschten sich zu aktuellen Erkenntnissen, Praxisbeispielen und Qualitätsentwicklung aus.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Warum ist das relevant?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der JAEL-Schlussbericht macht deutlich: Früh erlebte Abbrüche stehen in direktem Zusammenhang mit langfristiger sozialer Teilhabe. Besonders herausfordernd ist der Kreislauf zwischen psychischer Belastung und Abbruchrisiko. Genau hier braucht es Kontinuität, stabile Beziehungen und gut abgestimmte Unterstützung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Was bedeutet das für die Praxis?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;EQUALS verbindet Daten, Praxiswissen und fachlichen Austausch. An der Jahresversammlung wurde unter anderem das Bindungshaus Basel vorgestellt – eine schweizweit einmalige Anlaufstelle für Eltern und Kinder im ersten Lebensjahr. EQUALS hat das Angebot wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen: Viele Eltern kommen mit grossen Unsicherheiten, teilweise mit starken Depressionen und hohem parentalem Stress. Nach der Teilnahme zeigen sich deutliche Verbesserungen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Abschluss wurde der Timmy Award verliehen – an die Institution mit der höchsten Zufriedenheit im Bereich Freizeitgestaltung. Herzliche Gratulation.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Was können Sie als Nächstes tun?&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Werden Sie EQUALS-Mitglied und nutzen Sie Daten, Praxiswissen und fachlichen Austausch, um Qualität in der stationären Kinder- und Jugendhilfe gemeinsam weiterzuentwickeln.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Schlussbericht Jugendhilfeverläufe: Aus Erfahrung lernen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Modellversuch 20016 – 2025, UPK Basel Klinik für Kinder und Jugendliche und Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Ulm, 24. November 2025:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.bj.admin.ch/dam/bj/de/data/sicherheit/smv/modellversuche/evaluationsberichte/schlussbericht-jael-jugendhilfe-d.pdf.download.pdf/schlussbericht-jael-jugendhilfe-d.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Schlussbericht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.bj.admin.ch/dam/bj/de/data/sicherheit/smv/modellversuche/evaluationsberichte/zusammenfassung-jael-jugendhilfe-d.pdf.download.pdf/zusammenfassung-jael-jugendhilfe-d.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zusammenfassung Schlussbericht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wissenschaftliche Auswertung Angebot Bindungshaus Basel 2023-2025, EQUALS:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://bindungshaus.ch/wp-content/uploads/2025/09/Auswertungen_Studie_Bindungshaus.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Auswertungen Bindungshaus Basel&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Online-Veranstaltung&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;10. September 2026, 12.15 Uhr:&amp;nbsp;«Online-Tool – Lernen Sie EQUALS kennen»&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.integras.ch/de/veranstaltungen/online-tool-%E2%80%93-lernen-sie-equals-kennen-36&amp;quot;&gt;Mehr Informationen und Anmeldung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/rueckblick-webinar-reconnect-133</link>
			<title>Rückblick Webinar re:connect</title>
			<description>&lt;h2&gt;Wie&amp;nbsp;nutzen junge Menschen digitale Medien?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Durch das Zusammenführen von Aussagen und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen beleuchtet das Projektteam,&amp;nbsp;wie junge Menschen digitale Medien nutzen, welche Bedürfnisse sie im Umgang mit Medien haben, welchen Risiken sie begegnen und wie sie ihre eigenen Grenzen – oder deren Überschreitung – wahrnehmen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt Re:connect hat vier Regelungsmuster im Umgang mit digitalen Medien in&amp;nbsp; Einrichtungen identifiziert:&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Plötzlich auf Null: &lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;
«Verordnete digitale Abstinenz» wird unterschiedlich erlebt. Der totale Medienentzug kann zu Stress und Verunsicherung führen und eine unbegleitete Rückgabe digitaler Medien zu einer Überforderung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Digitale Medien verdienen: &amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Medienzeiten müssen verdient werden (Belohnung und/oder Bestrafung), was eine klare Struktur schafft. Typischerweise reduziert sich dabei der Dialog auf die Nutzungsdauer, Bedürfnisse der Jugendlichen und Medieninhalte werden kaum thematisiert.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Privat ist privat: &amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Verantwortung für den Medienumgang liegt bei den Jugendlichen. Das minimiert das Konfliktpotenzial im Alltag, allerdings fehlt eine sozialpädagogische Begleitung und Unterstützungsbedarf kann unbemerkt bleiben.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Wie geht es dir online? &amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Individuelle Begleitung der Jugendlichen bei der Auseinandersetzung mit der digitalen Welt, was die Reflexion des Online-Handelns und den Aufbau von Selbstregulationsstrategien fördert. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dank eines partizipativen und dialogorientierten Ansatzes konnten die Teilnehmenden des Webinars ihre berufliche Praxis reflektieren und Erfahrungen austauschen. Gemeinsam wurde diskutiert, wie Kinder und Jugendliche in diesem hochaktuellen und oftmals schwer zugänglichen Teil ihres Lebens bestmöglich begleitet werden können. Ziel ist es, ihre Medienkompetenz zu stärken und sie in ihrer sicheren und selbstbestimmten Teilhabe an der digitalen Welt zu unterstützen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=329&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zur Broschüre&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=32a&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zum wissenschaftlichen Forschungsbericht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/kindheit-ohne-gewalt-138</link>
			<title>Kindheit ohne Gewalt</title>
			<description>&lt;h2&gt;Gewalt&amp;nbsp;und ihre zahlreichen Aspekte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Beitrag von Wanda Coelho&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;«Gewalt» ist ein Wort, das wir alle kennen. Das Thema ist in der Presse, den sozialen Medien und auch sonst überall omnipräsent. Einige von uns haben Gewalt mitangesehen, andere haben sie erlebt, wieder andere haben sie vielleicht ausgeübt. Denken wir an Gewalt, kommen uns vor allem Bilder von körperlicher Gewalt in den Sinn. Dabei vergessen wir oftmals, dass sie sich nicht auf diese sichtbare Form beschränkt. Gewalt kann auch wenig sichtbar bis unsichtbar sein. Sie kann die unterschiedlichsten Formen annehmen und in den verschiedensten Umfeldern auftreten, etwa in Form von Gewalt in der Ehe, in der Erziehung, sexueller Gewalt oder auch Mobbing.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Zum Einstieg ein paar Worte zu mir&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Mein Name ist Wanda Coelho. Ich bin vor ein paar Monaten 18 Jahre alt geworden. In diesem Artikel möchte ich Ihnen darlegen, was Gewalt aus meiner Perspektive als ehemals fremdplatzierte Jugendliche ist und was aus meiner Sicht eine gewaltfreie Erziehung bedeutet. Dabei stütze ich mich auf meine eigenen Erfahrungen und die Schlüsse, die ich daraus gezogen habe, aber auch auf das, was ich an der nationalen Fachtagung von Integras im März 2026 in Bern gelernt habe und was sich mir am meisten eingeprägt hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin in Brasilien geboren und dort bis zum 12. Altersjahr aufgewachsen. Ende 2019 musste ich in die Schweiz ziehen, da die Beziehung mit meinen Eltern zeitweise sehr schwierig war. Sie zeigten auch gelegentlich misshandelnde Verhaltensweisen und waren nicht immer in der Lage, sich so um mich zu kümmern, wie ich es gebraucht hätte. Bei meiner Ankunft in der Schweiz wohnte ich während ungefähr zwei Jahren mit meiner älteren Schwester zusammen, musste aber 2022 in einem Heim untergebracht werden, weil sich unsere Beziehung im Verlauf verschlechtert hatte. Bis zu meiner Volljährigkeit war ich fremduntergebracht, heute lebe ich in einem eigenen Studio. Auf meinem Lebensweg bin ich immer wieder Gewaltsituationen begegnet, seit zartestem Kindesalter. Ich habe in meiner Kindheit körperliche Gewalt erlebt, hauptsächlich aber psychische. Beide Formen der Gewalt haben sich auf meine Entwicklung ausgewirkt, weshalb ich mich von diesem Thema betroffen fühle. Ich finde es grundlegend wichtig, über Gewalt zu sprechen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Meine Zusammenarbeit mit Integras begann im Frühjahr 2025&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Einer der Betreuer in meinem früheren Heim hatte mir vorgeschlagen, an einem Interview teilzunehmen, bei dem es darum ging, fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche zu fragen, ob sie den Eindruck hätten, dass ihre Rechte in der Institution gewahrt würden. Anlässlich dieses Interviews lernte ich Jessica Pierobon, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Integras, kennen. Sie befragte mich und zwei weitere Jugendliche von 11 und 13 Jahren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses Interview hat mich stark berührt: Es war das erste Mal, dass jemand mich fragte, wie ich meinen Alltag im Heim erlebt habe. Besonders tief ging mir, dass Jessica mir bei meinen Antworten wirklich zuhörte. Es gab kein Richtig oder Falsch, nur die Realität aus meinem Blickwinkel und das genügte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei diesem Interview konnte ich von vielen Situation im Heim erzählen, die mich geprägt haben, von Verhaltensweisen der Betreuer*innen und auch der anderen Jugendlichen, von Regeln und Protokollen, die in meinen Augen wenig sinnvoll waren und die mich mehr in Schwierigkeiten brachten, als mir zu helfen. Jessica hat zugehört und sich anschliessend bei mir bedankt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein paar Monate später nahm sie erneut mit mir Kontakt auf, um meine Meinung zum Thema der nationalen Fachtagung in Bern rund um die gewaltfreie Erziehung zu hören. So kam es dazu, dass ich in die Organisation der Tagung eingebunden wurde, wobei im Verlauf die Frage aufkam, was ich zu der Tagung beitragen könnte und welche Themen ich ansprechen möchte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe schliesslich eingewilligt, einen zusammenfassenden Bericht über den ersten Tag aus meiner Perspektive zu erstatten, am zweiten Tag am Runden Tisch mit Herrn Gabathuler teilzunehmen und schliesslich einen Workshop mit Fachpersonen für Kinderrechte zu leiten.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;17. März: Startschuss zur Tagung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der erste Tag der Veranstaltung befasste sich mit der Frage nach den unterschiedlichen Typen unsichtbarer Gewalt und danach, wie Fachpersonen sie besser erkennen können. Es folgten sich verschiedene Referate, die die Frage aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An diesem ersten Tag war ich Zuhörerin und Zuschauerin. Es ging darum, einfach zuzuhören und jene Punkte festzuhalten, die mir am wesentlichsten erschienen. Ziel war es, dass ich zum Auftakt des zweiten Tages eine Zusammenfassung der besprochenen Themen geben konnte – mit meinen eigenen Worten und aus meiner Perspektive.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ganz zu Beginn zeichnete Frau Sidler den langen politischen Weg nach, den es gebraucht hat, um die gewaltfreie Erziehung in der Schweiz gesetzlich zu verankern. Sie zeigte auch die konkreten Veränderungen auf, die damit verbunden sind: klare Grenzen und die Möglichkeit für Fachpersonen, das Thema mit den Eltern ansprechen zu können und hierfür auch eine Legitimität zu haben sowie ihnen aufzuzeigen, dass dies neu eine Pflicht ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anschliessend erläuterte Frau Dr. Sorgo, was psychische Gewalt ist, welche Folgen sie für Kinder hat und wie Fachpersonen damit umgehen können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meines Erachtens ist das Schwierigste beim Reden über psychische Gewalt, dass deren Wahrnehmung subjektiv sein kann und damit die Gefahr besteht, dass die Berichte bagatellisiert werden. Psychische Gewalt im Alltag kann sich in Akten äussern, die als harmlos eingestuft werden können – etwa eine Reaktion einer erwachsenen Person, die das Kind nicht versteht oder die es als persönlichen, direkt auf sich gemünzten Angriff erlebt. Kommt es zu einer Häufung solcher Erlebnisse im Verlauf der kindlichen Entwicklung, beeinflusst dies die Art des Kindes zu denken, zu leben und zu interagieren. &amp;nbsp;Es kann sogar zu Veränderungen im körperlichen und genetischen Bereich kommen. Zum Beispiel: Wenn ein Elternteil seinem Kind immer wieder sagt, dass es «&amp;nbsp;alles falsch macht&amp;nbsp;», wenn es einen Fehler gemacht hat, erzeugt dies beim Kind das Gefühl, nicht zu genügen. Es kommt zur Überzeugung, dass nichts von dem, was es macht, gut genug ist. Wenn hingegen die erwachsene Person, die einen solchen Kommentar gemacht hat, danach auf das Kind zugeht, sich entschuldigt und erklärt, weshalb sie so reagiert hat, wird die Aussage nicht mehr als eine Form der psychischen Gewalt angesehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schlecht für das Kind ist nicht die Reaktion oder die ungeschickte Sanktion der erwachsenen Person, sondern eher das Fehlen einer Erklärung, fehlendes Zuhören oder fehlende Geduld. Auch wenn sich hinter derartigen Bemerkungen gute Absichten verbergen mögen, können sie schwerwiegende Konsequenzen haben, die man nicht sofort sieht. Ein Satz, der in mir besonders nachgehallt hat und den ich hier festhalten möchte, lautete: eine Absicht ist nicht sichtbar, eine Reaktion oder eine Handlung dagegen schon. Dies zeigt, wie wichtig es ist, sich einem Kind gegenüber klar und lesbar zu verhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Frau Dr. Sorgo betonte in ihrem Referat auch, dass man die affektive Vernachlässigung nicht aus dem Blick verlieren sollte. Dies scheint mir wichtig, denn sie wird oft übersehen. Wir sprechen häufig von Vernachlässigung und meinen damit die fehlende Befriedigung grundlegender Bedürfnisse einer abhängigen Person, etwa Hygiene, Ernährung, Sicherheit. Dabei sind Aufmerksamkeit, Präsenz, Verfügbarkeit und Zuwendung einer erwachsenen Person für ein Kind ebenso grundlegend und es erlebt es als ebenso traumatisierend, wenn diese Bedürfnisse unbefriedigt bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Anschluss befassten sich Frau Cattagni und Frau Romain-Glassey mit einer anderen Form der psychischen Gewalt: Wenn Kinder Zeugen von ehelicher Gewalt werden. Sie stellten uns ihre Forschungsergebnisse vor und liessen uns an Erfahrungsberichten von Kindern teilhaben, die Gewalt zwischen ihren Eltern haben miterleben müssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eheliche Gewalt wirkt sich stark auf das Leben von Kindern und Jugendlichen aus. Wer sie miterlebt, fühlt Ohnmacht, Angst, Einsamkeit und Unsicherheit in den eigenen vier Wänden. Die erhobenen Daten zeigen, dass in der Mehrheit der Fälle häuslicher Gewalt der Vater die Gewalt ausübt und die Mutter sie erleidet. In den meisten Fällen äussert sich die Gewalt nicht nur in psychischer, sondern auch physischer Form und oftmals sind die Kinder in akuten Krisenphasen zugegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein für mich wesentlicher Aspekt des Referats war die Feststellung, dass viele der befragten Kinder und Jugendlichen die gleichen Probleme schilderten: eine ständige Angst, auch wenn kein Gewaltrisiko mehr besteht; Schwierigkeiten, selbst eine Liebesbeziehung einzugehen aus Angst, das gleiche zu erleben wie die Eltern; eine Tendenz der älteren Kinder, ihre jüngeren Geschwister zu schützen und dabei manchmal die Elternrolle zu übernehmen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die Berichte der befragten Kinder und Jugendlichen haben mich stark betroffen&amp;nbsp;gemacht&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sie beschrieben nicht nur, was sie erlebt haben, sondern auch, wie schwer es ist, mit Fachpersonen darüber zu sprechen aus Angst, die Situation zu Hause zu verschlimmern. Manche berichteten von ungeeigneten Interventionen, mit denen sie nicht geschützt wurden und die manchmal die häusliche Gewalt sogar verstärkt haben. So schilderte zum Beispiel eine Jugendliche, dass ihr Vater trotz einer Polizeiintervention ohne weitere Folgen zurückgekommen und noch aggressiver geworden sei. Eine andere erzählte, dass sie mit der Schulpsychologin gesprochen habe. Diese habe danach einfach die Eltern kontaktiert und so dem Vater ermöglicht, die Situation zu bagatellisieren, ohne weitere Folgen, was schliesslich die Gewalt noch verstärkt habe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dies erklärt, weshalb betroffene Kinder zögern, ehe sie über das Erlebte sprechen: Sie haben Angst vor den Folgen und dass man sie nicht richtig anhört, was ihr Gefühl von Einsamkeit noch verstärkt. Diese Erfahrungsberichte haben klar den Bedarf nach Zuhören, Anerkennung und Unterstützung ausgedrückt, durch einfache Gesten und eine Einbindung der Kinder in Entscheidungen, anstatt sie ihnen einfach aufzuzwingen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der erste Tag der Tagung rückte einen Punkt ins Zentrum, den ich absolut wesentlich finde und der mir nahe ging: Gewalt hat grosse Auswirkungen auf Opfer und Zeugen, welche Form auch immer sie annimmt. Unsichtbare Gewalt prägt genauso stark wie ein körperlicher Angriff und es ist wichtig, sie nicht zu bagatellisieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der zweite Tagungstag befasste sich mit der Frage, wie die Reproduktion von Gewalt in Institutionen und Heimen verhindert werden kann und wie man mit Konflikten ethisch und verantwortungsvoll umgeht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach meinem Rückblick auf den ersten Tag ging es weiter mit dem Runden Tisch mit Michael Gabathuler. Als Autor des Buches «50 Jahre Sturm», das sich auf Archivforschung und Gespräche stützt, konnte er eine historische Perspektive einbringen, während ich das Publikum an meinen viel gegenwärtigeren Erfahrungen aus dem Heim teilhaben lassen konnte.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Vor 50 Jahren herrschten in den Heimen andere Zeiten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Gewalt wurde eher toleriert als heute. Zum Glück haben sich die Praktiken und Rahmenbedingungen heute wesentlich verbessert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Berichte der früheren Heimbewohner sprechen von ganz unterschiedlichen Erfahrungen, die aber doch von körperlicher und manchmal auch sexualisierter Gewalt geprägt sind. Dennoch sind es vor allem die psychischen Gewalterfahrungen — Vernachlässigung, Stress, Empathiemangel, unverhältnismässige Strafen —, die sie am meisten geprägt haben. Während die körperliche Gewalt oftmals banalisiert und bagatellisiert wird, hinterlassen die unsichtbaren Verletzungen dauerhafte Spuren. Die Konflikte zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen waren zahlreich und geprägt von Machtmissbrauch durch die Erwachsenen, fehlender Kohärenz und kaum existierender Aufmerksamkeit für gemeldete Übergriffe. Dies löste bei den Jugendlichen heftige Reaktionen aus, um sich Gehör zu verschaffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sicher sind solche Praktiken heute in Heimen sehr selten geworden oder existieren gar nicht mehr. Gleichwohl gibt es Parallelen, die trotz mehrerer Jahrzehnte Abstand fortbestehen. Während meines Lebens im Heim war ich nie mit Situationen körperlicher Gewalt konfrontiert. Aber bei genauerem Hinschauen hatten alle meine negativen Erlebnisse mit psychischer Gewalt zu tun und manchmal auch mit affektiver Vernachlässigung. Sie wirken sich auch heute noch in meinem Leben aus. Als Beispiel möchte ich die fehlende Verfügbarkeit der Betreuer*innen nennen und ein permanentes Gefühl, unsichtbar zu sein. Wenn ich mich nicht in einer absoluten Notlage befand, hatten die Betreuer*innen keine Zeit für mich. Wenn ich nicht proaktiv nach Beziehung suchte, kam niemand auf mich zu. Natürlich spielt die Realität des Heimalltags hierbei eine Rolle: Die Betreuer*innen sind immer mit jenen Jugendlichen beschäftigt, die am meisten Lärm machen, oder mit den Jüngsten, die noch sehr abhängig sind. &amp;nbsp;Trotzdem bin ich der Ansicht, dass man auch den stillen Jugendlichen Beachtung schenken sollte, jenen, die weniger Raum einnehmen oder die unabhängiger erscheinen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den Konflikten zwischen Jugendlichen und Erwachsenen habe ich ein Schema ausmachen können, das recht häufig vorkam: Ein Jugendlicher wurde aufgrund eines unpassenden Verhaltens sanktioniert. Er erachtete die Strafe als unverhältnismässig und fühlte sich ungerecht behandelt. In der Folge wollte er sich verteidigen und griff die erwachsene Person frontal an. Und genau da brach der Konflikt aus. Ein Rahmen, der nicht klar, nicht erklärt und nicht gerechtfertigt ist, schafft ein Unverständnis, das zu einem Unrechtsgefühl führt, das seinerseits in einer Verteidigungshaltung mündet. In Fällen, in denen eine Sanktion klar war und erklärt wurde, war das betroffene Kind zwar auch nicht begeistert, aber seine Reaktion war eindeutig ruhiger. Natürlich versuchte es, sich zu beschweren, wie dies jedes Kind tut. Aber es hatte nicht dieses Unrechtsgefühl und damit nicht mehr den Bedarf, sich zu verteidigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Beziehung zwischen einem Jugendlichen und einer erwachsenen Person wird brüchig, wenn der Jugendliche eine Übertretung meldet und dies bagatellisiert und für unerheblich erklärt wird. Damit wird dem Jugendlichen signalisiert, dass er kein Recht hat, sich zu äussern. Er wird sich daraufhin verschliessen und damit das Vertrauensband schwächen, das zwischen dem Betreuer und ihm bestehen sollte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zusammenfassend waren Herr Gabathuler und ich uns in dem Punkt einig, dass es unerlässlich ist, das Konzept der gewaltfreien Erziehung weiterzuführen, mit einem klaren Rahmen, mit Raum für Gespräche und einem echten Zuhören. Konflikte lassen sich nicht immer vermeiden, aber es muss anders mit ihnen umgegangen werden. Dies erfordert, dass die Jugendlichen und die Betreuer*innen zusammenarbeiten und einen lösungsorientierten Ansatz verfolgen. Wichtig sind aber auch ein regelmässiger Austausch, eine neue Vorstellung von Autorität und vertrauensfördernde therapeutische Beiträge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Danach stand das Referat von Basile Perret auf dem Programm, der über Mobbing zwischen Peers in Institutionen berichtete. Er definierte diese Art von Mobbing als wiederholte Gewalt durch eine Gruppe gegenüber einer Zielperson. Dabei beginnt die Gewalt oftmals mit minimalen Aggressionen und wird mit der Zeit immer häufiger und immer heftiger.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einer der von Herrn Perret vorgestellten Erfahrungsberichte zeichnete ein solches sich steigerndes Mobbing nach: Es begann mit Ausschluss und steigerte sich dann über Beschimpfungen bis hin zu körperlicher Gewalt. Trotz mehrfacher Meldungen des betroffenen Opfers bei mehreren Erwachsenen blieb das Ganze folgenlos, wobei der betroffene Jugendliche mit der Zeit suizidäre Gedanken zu entwickeln begann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Bericht unterstreicht die zentrale Rolle der Erwachsenen: Fehlende oder bagatellisierende Reaktionen verschärfen die Situation für die Opfer, denen man gleichzeitig signalisiert, dass ihre Klagen nicht berechtigt sind. Wie ich bereits zuvor erklärt habe, hat psychische Gewalt ein ebenso grosses Gewicht wie physische Gewalt. Eine inadäquate Reaktion von Erwachsenen im Umfeld des Kindes ist nicht nur kontraproduktiv, sondern stellt selbst eine Form einer unsichtbaren Gewalt gegenüber dem betroffenen Kind dar. &amp;nbsp;Deshalb ist die Rolle der Erwachsenen so wichtig: Sie müssen in der Lage sein, in adäquater Weise auf Mobbing zu reagieren, aber auch, problematische Situationen zu erkennen, die Aussagen der Opfer zu hören und gleichzeitig mit ihnen Lösungen zu finden versuchen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich finde im Bereich von Mobbing insbesondere den Horden-Effekt sehr interessant: Die Jugendlichen zeigen in der Gruppe ein Verhalten, das sie individuell nicht wagen würden. Das Opfer ist in der Regel isoliert, während die Täter zu einer einflussreichen Gruppe gehören. Bei den ersten Mini-Aggressionen zögern Zeugen oftmals zu intervenieren aus Angst, selbst zur Zielscheibe zu werden. Sie machen also mit oder schweigen. So aber leiden alle: das Opfer, die Zeugen und die Täter. Die Gründe für diese Verhaltensweisen müssen verstanden werden, um eine Stigmatisierung zu verhindern und passende Reaktionen zu zeigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In seinem Referat zeigte Herr Perret auch auf, wie wichtig die Prävention zwischen Peers ist, da es für sie oftmals einfacher ist, gewisse Situationen zu erkennen. Dabei bleibt die Verantwortung für den Rahmen natürlich bei den Erwachsenen. Es braucht eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachpersonen (Betreuer*innen, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Polizei), um die Situationen konstant zu verfolgen, die verschiedenen Standpunkte miteinander abzugleichen und in passender und verhältnismässiger Weise zu reagieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Schluss des Vormittags befasste sich Frau Gehrig mit einem Thema, das meiner Ansicht nach oft noch ein Tabu darstellt: Wie gehen wir mit Grenzverletzungen und dem Überschreiten von persönlichen roten Linien um? Über welche Instrumente verfügen die Institutionen, um solch heikle Situationen handzuhaben?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Organisationen, die mit Minderjährigen arbeiten, nimmt diese Frage oftmals viel Raum ein. Wie soll die Institution reagieren, wenn Mitarbeitende Opfer von Gewalt durch einen Jugendlichen werden oder umgekehrt? Dabei ist es wichtig, beide Seiten einzubeziehen, ohne ihre jeweilige Situation zu bagatellisieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Solche Grenzüberschreitungen erfolgen oftmals, wenn einer (oder mehrere) der nachfolgenden Faktoren vorliegen: grössere Wechsel im Team und in der Funktionsweise, vage Sanktionen und Regeln oder solche, die kaum diskutierbar sind. Natürlich braucht es zwingend einen Rahmen, um die Sicherheit aller garantieren zu können, aber er muss klar, kohärent und situationsangepasst sein, da er sonst kontraproduktiv wirken kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Frau Gehrig betonte die Bedeutung des Einbezugs der Jugendlichen in die Diskussionen rund um die Regeln. Dadurch werden ihnen die Werte der Institution vermittelt und ein auf Respekt beruhendes gemeinsames Funktionieren ermöglicht. Denn: Wie sollen die Jugendlichen sich äussern können, wenn sie spüren, dass ihre Grenzen nicht respektiert worden sind? Und wie können die Betreuer sich auf Protokolle und offizielle Regeln berufen, wenn die Jugendlichen diese nicht kennen? Die Jugendlichen müssen also befähigt werden, ihre Rechte zu kennen, aber auch unterscheiden zu können zwischen den verschiedenen Formen von Gewalt und Grenzüberschreitungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um mit diesen anspruchsvollen Fragen umgehen zu können, skizzierte Frau Gehrig mehrere Möglichkeiten: ein klarer Rahmen mit einem Notfallplan und Regeln bei Grenzverletzungen; eine aktive Prävention; ein dokumentierter Verlauf, auch bei Mikrogewaltvorfällen im Alltag, ob diese nun von den Jugendlichen oder von den Fachpersonen ausgehen. Frau Gehrig betonte zudem die Wichtigkeit von Räumen für Gespräche unter den Peers und mit den Erwachsenen. Auch müssen die entsprechenden Vorgaben unbedingt zusammen mit den Jugendlichen entwickelt werden und es muss auch klar sein, dass ein vorgegebener Rahmen sich im Verlauf und je nach den Bedürfnissen aller Beteiligten entwickeln kann und soll.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Während meiner Zeit im Heim ist es vorgekommen, dass meine Grenzen nicht respektiert wurden&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In solchen Momenten war es für mich sehr schwer, mit den Erwachsenen darüber zu sprechen und ernst genommen zu werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach langem Zögern habe ich mich entschlossen, mit der Heimleitung zu sprechen. Die Reaktion darauf entsprach nicht dem, was ich gebraucht hätte, und war auch nicht wirklich angepasst. Meiner Ansicht nach darf man, wenn man von Grenzüberschreitungen spricht, nicht vergessen, dass die Grenzen bei jeder Person unterschiedlich sein können. Eine Geste, die ich als harmlos einstufe, kann auf jemand anderes ganz anders wirken. Wenn man dies mit einbezieht, kann man – so denke ich – zum folgenden Schluss kommen: Wenn jemand uns sagt, dass er oder sie sich in einer bestimmten Situation nicht wohl gefühlt hat, dann kann man sich entschuldigen, auch wenn unsere Handlung aus unserer Sicht harmlos war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei meinem Entschluss, mit der Heimleitung zu sprechen, ging es nicht darum, jemanden anzuklagen. Ich berichtete einfach von Situationen mit einem Betreuer, in denen ich mich unwohl gefühlt hatte, betonte aber auch, dass ich seine Absichten nicht kannte. Man antwortete mir, dies sei eine Interpretation von mir, die aus meinem Erlebnis heraus komme. Mag sein… aber ich hätte mir trotzdem eine Entschuldigung gewünscht oder zumindest, dass man mich ernst nimmt, ohne dass mein Gefühl in diesen Situationen für nichtig erklärt wurde. Irren ist menschlich, Absichten sind nicht immer sichtbar und können auch in Missverständnissen enden. Aber wenn eine Handlung als falsch erlebt wird, sollte es möglich sein, sich zu erklären, sich zu entschuldigen und das eigene Handeln anzupassen, um zu vermeiden, dass sich die Situation wiederholt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn man von Grenzüberschreitungen und der damit verbundenen Gewalt spricht, ist mir wichtig klarzustellen, dass darunter nicht nur sexuelle Gewaltformen zu verstehen sind. Eine andere Situation, die ich im Heim erlebt habe, zeigt dies recht gut auf: Zu Beginn meiner Platzierung verstand ich mich sehr gut mit einer der Betreuerinnen. Als ich älter wurde, begann ihr Umgang mit mir jedoch für mich problematisch zu werden. Sie nahm eine beinahe mütterliche Rolle ein und wenn ich Raum brauchte, gestand sie mir diesen nicht zu. Ich fühlte mich eingeengt und erstickt. Ich versuchte, mit ihr darüber zu reden, aber es änderte sich nichts. Mir schien, als ob sie Privates mit Beruflichem vermischte und mich in eine Rolle versetzte, die nicht meine war. Aber ich schaffte es nicht auszudrücken, was ich empfand, und auch nicht, meine Grenzen zu zeigen – aus Angst, sie zu verletzen, und vor ihrer Reaktion. Sie hatte mir gezeigt, dass meine Worte eine starke Wirkung auf sie ausübten (erst den Tränen nah, dann distanziert), was meine Schwierigkeiten noch verstärkte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ihre erstickende Präsenz zeigte sich auch darin, dass sie an meinem Leben teilhaben wollte, ohne dies immer in adäquater Weise tun zu können. Sie wollte mich zum Beispiel unbedingt zu einem Schultermin begleiten, der ausserhalb ihrer Betreuungszeit lag, obschon ein anderer Betreuer verfügbar gewesen wäre. Zu diesem Termin brachte sie ihren Sohn im Kleinkindalter mit, wodurch sie ihre begleitende Rolle nicht vollumfänglich wahrnehmen konnte. Als ich mit der Heimleitung darüber sprach, erklärte man mir, dass dies halt ihre Art sei und man sie nicht ändern könne. Diese Reaktion hat mich geprägt: Ich hatte das Gefühl, dass meine Erklärungen bagatellisiert wurden.&lt;br /&gt;
Diese beiden Erlebnisse haben mich wirklich in Schwierigkeiten gebracht und doch konnten die Fachpersonen um mich herum nicht in der Art reagieren, die ich gebraucht hätte. Dies hat zu einer Entfremdung und einem Vertrauensverlust zwischen mir und dem Team geführt. Wie weiter oben schon gesagt: Werden Grenzüberschreitungen nicht ernst genommen und nicht auf eine gute Weise behandelt, fördert dies Konflikte zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen. Meine beiden Beispiele zeigen dies anschaulich auf.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Am Nachmittag des zweiten Tages leitete ich dann einen Workshop mit Fachpersonen für Kinderrechte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dabei befassten wir uns mit der wichtigen Frage, wie wir Krisen handhaben und die bestehenden Regeln und Protokolle umsetzen können. Der Workshop lancierte einen Dialog rund um die Frage: Wie können wir das Kind ins Zentrum der Überlegungen zurückführen und gleichzeitig seine Sicherheit, den institutionellen Rahmen und die Wahrung seiner Rechte in Krisensituationen vereinbaren?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir sprachen auch über die Auswirkungen, die Krisen auf die ganze Gruppe haben können. Die Kinder, die der Krisensituation als Zeugen beiwohnen, können davon ebenso betroffen sein wie jene, die aktiv in die Krise involviert sind. Ich unterscheide zwei Arten von Krisen: die innere Krise, die die betroffene Person für sich behält oder gegen sich selbst richtet, und die äussere, sichtbare Krise, in der das Unwohlsein gegen die anderen gerichtet wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beide Krisentypen sind schwierig handzuhaben. Trotzdem: In meiner Heimkarriere nahmen die äusseren Krisen oft den ganzen Raum ein und reduzierten die Verfügbarkeit der Betreuer*innen für den Rest der Gruppe. Wenn ich Zeugin solcher Krisen wurde, entstand bei mir ein starkes Gefühl der Unsicherheit und des Unbehagens, das ich mit anderen Jugendlichen teilte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Alltag drängten mich diese ständigen Krisen in eine Form von Hypervigilanz mit der ständigen Angst, dass ich eine neue Krisensituationen auslösen könnte. Bei ganz besonders gewalttätigen Episoden, die bis zur Polizeiintervention gehen konnten, war meine Angst noch stärker. Wir konnten von den Fachpersonen wegen deren beruflichen Schweigepflicht keine Erklärungen verlangen, aber aus heutiger Warte finde ich doch, dass ein Minimum an Information und eine sicherheitsvermittelnde Haltung der Betreuer*innen wesentlich gewesen wäre, um uns zu beruhigen und uns zu zeigen, dass wir für die Situation nicht verantwortlich waren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anlässlich des Workshops konnte ich darlegen, dass die Krisenprotokolle uns nie vorgestellt wurden, sodass die Grenzen in Krisensituationen unklar waren. Wir wussten nicht, ob die Erwachsenen noch im Recht waren oder ob sie Grenzen überschritten hatten. Hingegen bestand ein Reglement für die Jugendlichen: die «Konsequenzenpyramide», die jedes Verhalten mit einer Sanktion verband. Auch wenn die Idee theoretisch sinnvoll erscheinen mag, war sie doch in der Praxis nicht sonderlich sinnvoll: Die Sanktionen waren die gleichen für alle, unabhängig vom Alter, den Bedürfnissen oder der Geschichte der Jugendlichen und ohne dass diese in die Erarbeitung der Pyramide einbezogen worden wären.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Protokolle sind aus meiner Sicht unverzichtbar. Wenn sie in passender Weise erarbeitet und angewendet werden, können sie die Sicherheit und das Wohlergehen der Gruppe garantieren. Jedoch bin ich der Ansicht, dass gewisse Protokolle die Rolle des roten Fadens spielen sollten, der eine klare Grenze zieht und doch Raum lässt für mögliche, bedürfnisorientierte Anpassungen. Dies hilft dabei, ein Unrechtserleben bestimmter Gruppenmitglieder zu vermeiden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ebenfalls zentral erscheint mir – und das habe ich in diesem Artikel mehrmals anmerken können – der Raum, den das Gespräch einnehmen soll und den man ihm gibt. In meinem ehemaligen Heim gab es einen «Präsidenten der Jugendlichen», an den man sich im Bedarfsfall wenden konnte. Dieser war zum Zeitpunkt meiner Erlebnisse ungefähr 12 Jahre alt, während ich kurz vor dem 18. Geburtstag stand. Die Heimleitung hatte mich schon gefragt, weshalb ich mich nicht an ihn wende, um die Probleme, die ich im Heim erlebte, an obere Instanzen weiterzuleiten. Die Antwort ist ganz einfach: Mir war nicht wohl bei der Vorstellung, dass ich über die Vorkommnisse mit einem so jungen Menschen sprechen sollte, dessen Rolle es auch nicht war, sich darum zu kümmern. Mit den anderen Jugendlichen, die ungefähr in seinem Alter waren, schien dies gut zu funktionieren und ich denke, dass es eine gute Lösung sein kann, einen Vertreter der Jugendlichen zu haben. Sie muss aber in einer sinnvolleren Weise organisiert werden, mit zwei «Präsidenten der Jugendlichen», einem für die jüngeren Kinder und einem für die Teenager. Auch wäre es ideal, wenn in einem solchen Gesprächsraum eine nicht-wertende Haltung herrschen würde und die Erlebnisse der Jugendlichen weder bagatellisiert noch banalisiert würden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Mein Fazit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die beiden Veranstaltungstage am 17. und 18. März beinhalteten viele Fragen, Erklärungen, Überlegungen und Lerninhalte für alle Teilnehmenden. Dass ich bei diesem Prozess mit dabei sein konnte, hat mich sehr berührt, da ich – neben neuem Wissen und dem Austausch mit Fachpersonen – auch die Gelegenheit erhielt, mich zu äussern. In meinem bisherigen Leben bin ich nicht oft angehört worden, aber während dieser Konferenz konnte ich sprechen und wurde gehört, ohne dass meine Erlebnisse als unwichtig oder als eine Bagatelle abgetan wurden. Das ist für mich sehr wertvoll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das wichtigste Fazit aus diesen beiden Tagen für mich ist die Erkenntnis, dass jede Form von Gewalt sich auf die Entwicklung eines jungen Menschen auswirkt und dass es wesentlich ist, aufmerksam zu bleiben, um entsprechende Situationen nicht herzustellen. Aber natürlich sind wir alle nur Menschen und werden immer mal wieder Konflikte haben. Aus meiner Sicht ist es zentral, dem Gespräch und dem Zuhören Platz zu geben, um mit Konflikten auf bestmögliche Weise umzugehen und dabei die Bedürfnisse aller Beteiligten zu respektieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Generell finde ich die Themen der Tagung in meinem eigenen Leben wieder und ich habe auf viele meiner Fragen mögliche Antworten seitens der Referent*innen gehört.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gewaltfreie Erziehung ist eine ganz wesentliche Thematik für eine positive Begleitung von Jugendlichen in Institutionen. Eine Fachtagung zu diesem Thema erlaubt es, die wesentlichsten Analysen und Überlegungen für ein gutes Funktionieren in den diversen Bereichen der sozialen Arbeit zusammenzuführen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich möchte diesen Artikel auch dafür nutzen, um dem ganzen Team von Integras, das dieses Projekt realisiert hat, sowie allen Referent*innen und Teilnehmenden von Herzen zu danken.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/retrospective-de-lapres-midi-specialise- mettre-en-oeuvre-la-pedagogie-de-la-social-team-academy-sta --139</link>
			<title>Rétrospective de l’après-midi spécialisé « Mettre en œuvre la pédagogie de la Social Team Academy (STA) » </title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/stellungnahme-fachkraeftemangel-im-ausserfamiliaeren-bereich-132</link>
			<title>Stellungnahme: Fachkräftemangel im ausserfamiliären Bereich</title>
			<description>&lt;p&gt;Unterstützen Sie unser Anliegen: Setzen Sie mit Ihrer Organisation ein Zeichen, indem Sie Ihr Logo platzieren. So zeigen Sie, dass Sie die fachlichen Forderungen teilen und gemeinsam mit uns auf kantonaler Ebene wirksam werden wollen. Jede Stimme stärkt die Position der Kinder und Jugendlichen im ausserfamiliären Bereich und trägt dazu bei, nachhaltige Verbesserungen zu erreichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=3d1&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zur Stellungnahme&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Senden Sie uns Ihr Logo bis spätestens 29.05.2026 an integras@integras.ch. Rückmeldungen und Ergänzungen nehmen wir sehr gerne entgegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Herzlichen Dank für Ihr Engagement!&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 27 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/rueckblick-nationale-fachtagung-sozial-und-sonderpaedagogik-2026-126</link>
			<title>Rückblick Nationale Fachtagung Sozial- und Sonderpädagogik 2026</title>
			<description>&lt;p&gt;Um den Anliegen und Bedürfnissen der betroffenen Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu entsprechen, wurde bei der Erarbeitung des Konzepts zur Fachtagung Wanda Coelho beigezogen, die in einer Institution aufgewachsen ist. Im aktuellen Kontext, in dem das Prinzip der gewaltfreien Erziehung demnächst im Zivilgesetzbuch festgeschrieben wird, fanden sich mehr als 130 Teilnehmende ein, um das Thema gemeinsam zu beleuchten und zu diskutieren, wie das Prinzip der gewaltfreien Erziehung in der alltäglichen Begleitung von Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden kann. Dabei wurde eine besondere Aufmerksamkeit auf Formen der psychischen Gewalt gelegt, die oftmals äusserlich nicht sichtbar, aber deswegen nicht weniger einschneidend sind.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Erster Tag: Unsichtbare Gewaltformen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am ersten Tagungstag vertieften wir die Kenntnisse zu diesen unsichtbaren Gewaltformen und gingen der Frage nach, wie Fachpersonen sie besser identifizieren können. Jacqueline Sidler eröffnete die Tagung mit einem Überblick über die Entwicklung des neuen ZGB-Artikels und einem Exkurs dazu, was das Konzept der gewaltfreien Erziehung umfasst. Dabei legte sie den Blick insbesondere auf die verschiedenen Formen von Gewalt im pädagogischen Kontext und auf die Kriterien, die es braucht, um psychische Gewalt erkennen zu können. Anschliessend präsentierte Maria Sorgo die Symptome und Folgen psychischer Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. In der Diskussion wurde die Schwierigkeit erörtert, diese Symptome von Verhaltensstörungen zu unterscheiden, und gleichzeitig die Wichtigkeit einer interprofessionellen Zusammenarbeit in Fällen von Verdacht auf Gewalt unterstrichen. Anne Cattagni&amp;nbsp;und Nathalie Roman-Glassey&amp;nbsp;gingen anschliessend auf eine andere Dimension psychischer Gewalt ein, indem sie die Lebenswirklichkeit von Kindern aufzeigten, die häusliche Gewalt in ihrer Familie miterleben. Gestützt auf ihre Forschungsarbeiten und Auszüge aus Aussagen betroffener Kinder, die bei der Studie mitgemacht haben, präsentierten sie mehrere praxisnahe Empfehlungen für Fachpersonen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden die Themen des Vormittags im Rahmen mehrerer Workshops vertiefen: Begleitung von Minderjährigen als Co-Opfer häuslicher Gewalt in Institutionen, feinfühlige Gesprächsführung mit Kindern mit kognitiven Beeinträchtigungen, Erkennen nonverbaler Signale bei Kleinkindern, die Gewalt erlebt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der erste Tag schloss mit einem gemeinsamen Aperitif, der auch gleich den Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Integras darstellte.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Zweiter Tag: Gewaltfreie Erziehung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der zweite Tag war der praktischen Umsetzung einer gewaltfreien Erziehung in der täglichen Arbeit gewidmet: Wie kann die Reproduktion von Gewalt in Institutionen und Heimen vermieden werden? Und können wir in ethischer und verantwortungsvoller Weise mit Konflikten umgehen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Diskussion zwischen Wanda Coelho und Michael Gabathuler eröffnete den Tag und gab Einblick in das vergangene und aktuelle Erleben junger Menschen in Institutionen, insbesondere in Konfliktsituationen zwischen Peers oder mit den Erwachsenen. Anschliessend erläuterte Basile Perret seine Überlegungen dazu, wie Fachpersonen sowie Kinder und Jugendliche für die Prävention von Mobbing unter Peers im institutionellen Kontext sensibilisiert und mobilisiert werden können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schliesslich erörterte Andrea Gehrig die Frage des Umgangs mit Grenzverletzungen in Institutionen und Heimen. Sie zeigte Risikofaktoren auf und ging auf mögliche zu prüfende Ansätze für die Einführung von Abläufen im Bereich Prävention, Intervention und Begleitung ein, die sowohl nachhaltig als auch kohärent und an die Realität der jeweiligen Organisationen angepasst sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Nachmittag konnten in mehreren thematischen Workshops verschiedene zentrale Fragen eingehender diskutiert werden: Prävention von herausfordernden Verhaltensweisen bei Kindern mit einer intellektuellen Beeinträchtigung, Deeskalationsstrategien und Krisenprotokolle aus Sicht der betroffenen Kinder oder auch Präsentation des Nationalen Programms zur Stärkung der Beziehungskompetenzen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Runder Tisch: Umsetzung auf kantonaler Ebene&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zum Abschluss der Tagung fand ein Runder Tisch statt unter Teilnahme von Frau Bärtschi von der SODK. Der Fokus des Gesprächs lag auf der Verantwortung der Kantone für die Umsetzung des Grundsatzes der gewaltfreien Erziehung gemäss Artikel 302 ZGB. Es wurde auf die fehlenden nationalen Ressourcen für die Sensibilisierungsarbeit hingewiesen und gleichzeitig die gemeinsame Verantwortung aller Ebenen betont. Ebenso wurde unterstrichen, dass die Zivilgesellschaft beim Aufrechterhalten der Dynamik, aber auch bei der Überprüfung, ob das Prinzip der gewaltfreien Erziehung in jedem Kanton auch wirklich umgesetzt wird, eine wichtige Rolle spielt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielen Dank an alle, die zum Gelingen der Tagung beigetragen haben!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://integras.ch/de/veranstaltungen/nationale-fachtagung-sozial-und-sonderpaedagogik-2026-27#referate---workshops&amp;quot;&gt;Zur Veranstaltungsseite und den Präsentationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wir treffen uns am 11. und 12. März 2027 zur nächsten nationalen Tagung Sozial- und Sonderpädagogik!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Quellen&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Kinderschutz Schweiz:
	&lt;ul&gt;
		&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.kinderschutz.ch/themen/gewaltfreie-erziehung/formen-der-gewalt&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Gewaltfreie Erziehung – Info &amp;amp; Material&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.kinderschutz.ch/angebote/herunterladen-bestellen/faktenblatt-psychische-gewalt&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Psychische Gewalt – Faktenblatt für Fachpersonen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
	&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.ksw.ch/fachabteilungen/sozialpaediatrisches-zentrum-spz/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Sozialpädiatrisches Zentrum SPZ Winterthur&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Bericht Cattagni&amp;amp;Romain-Glassey: &lt;a href=&amp;quot;https://www.curml.ch/sites/default/files/fichiers/documents/UMV/Zusammenfassung_Etude_Violence_Couple_Experience_Enfants_18122024.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;«Erfahrungen, Ressourcen und Bedürfnisse von Kindern, die Gewalt in der elterlichen Paarbeziehung ausgesetzt sind.»&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://autismusverlag.ch/das-kummerbuch/SW10315&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Das Kummerbuch von Svenja Kerkeling&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.okeywinterthur.ch/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;OKey Fachstelle Winterhur&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Maria Mögel, &lt;a href=&amp;quot;https://babyundkleinkind.ch/5/home&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;babyundkleinkind&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.andrea-gehrig.ch/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Andrea Gehrig&amp;nbsp;GmbH&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://erich-roth.ch/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Erich Roth&lt;/a&gt; und &lt;a href=&amp;quot;https://prodema-online.de/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;ProDeMa&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Radix. &lt;a href=&amp;quot;https://www.radix.ch/de/gesunde-schulen/angebote/herzsprung/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Herzsprung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
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			<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/einordnung-zum-svp-positionspapier-zum-schweizer-schulsystem-124</link>
			<title>Einordnung zum SVP-Positionspapier zum Schweizer Schulsystem</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, ein inklusives Bildungssystem zu schaffen, das allen Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Interessen und Fähigkeiten, die gleichen Chancen bietet. Dieser Ansatz ist in der Bundesverfassung verankert und wird von verschiedenen Kantonen in der Schweiz umgesetzt. Die Umsetzung dieser Inklusion ist jedoch geprägt von Herausforderungen und Diskussionen, insbesondere in Bezug auf die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Schulschwierigkeiten und die Wiedereinführung von Kleinklassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Januar 2026 erschien ein Positionspapier der SVP «Mit Kopf, Herz und Hand: Wege aus der Krise in der Volksschule» zum Schweizer Schulsystem, das sich unter anderem auf die PISA-Studie 2022, den Bericht zur Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen (ÜGK)&amp;nbsp;2023&amp;nbsp;sowie einer SVP-Bildungsexpert*innen Befragung stützt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Integras hat diese Quellen fachlich geprüft. Dabei zeigt sich, dass einzelne Schlussfolgerungen aus den Studien wichtige Rahmenbedingungen unberücksichtigt lassen. Dies betrifft insbesondere Aussagen zur gescheiterten Integration.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die SVP vertritt derzeit die Position, dass die schulische Integration gescheitert sei und abgeschafft werden solle. Als Begründung verweist sie jedoch auf eine sehr enge und spezifische Gruppe von Kindern; die herangezogenen Studien untersuchen nicht den Einfluss von Jugendlichen mit tatsächlichem Förderbedarf auf die schulische Leistungsfähigkeit der Schweiz, sondern legen ihren Fokus vor allem auf Migration, sozioökonomischen Status und Sprachkompetenzen der Schweizer Jugendlichen. Gleichzeitig zitiert sie Studien, die genau dieses Bild bestätigen sollen, jedoch Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf häufig unterrepräsentieren oder ganz ausschliessen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Die im Papier zitierte Befragung mit SVP-Bildungsexpert*innen bildet ein parteiinternes Meinungsbild ab. Angaben zu Stichprobe, Zusammensetzung und Methodik fehlen. Damit eignet sie sich nicht als Grundlage für Aussagen über das gesamte Schweizer Schulsystem.&lt;br /&gt;
	Die herangezogene Studie ÜKG 2023 untersucht Schüler*innen von Regelschulen. Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind nur eingeschränkt einbezogen. Aussagen über deren Leistungsentwicklung lassen sich daraus daher nicht ableiten. Ein Vergleich zwischen der BFS-Sonderpädagogikstatistik und der ÜGK-Studie zeigt beispielsweise, dass Kantone mit tiefen Separationsquoten, wie Uri oder Graubünden, überdurchschnittlich gut abschneiden. Daraus wird ersichtlich: Hohe Leistungen lassen sich auch nicht eindeutig mit einer stärkeren Separation erklären.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Auch PISA bildet nicht die gesamte Schülerschaft ab. Bestimmte Gruppen – insbesondere Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf – sind unterrepräsentiert oder ausgeschlossen. Folglich erlaubt die Studie keine direkten Schlussfolgerungen über die Leistungsfähigkeit eines vollständig inklusiven Bildungssystems.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Einordnung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Diese Studien untersuchen damit nicht den Einfluss von Jugendlichen mit tatsächlichem Förderbedarf auf die schulische Leistungsfähigkeit, sondern legen ihren Fokus primär auf Migration, sozioökonomischen Status und Sprachkompetenzen. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild. &lt;strong&gt;Es lässt sich keine umfassende Aussage über eine angeblich «gescheiterte Integration» ableiten, da die relevanten Zielgruppen und die Vielfalt sonderpädagogischer Bedürfnisse in den zitierten Studien unterrepräsentiert oder ganz ausgeschlossen sind.&lt;/strong&gt; Zentral ist es, dass bildungspolitische Massnahmen sich auf belastbare Aussagen zu den tatsächlich betroffenen Gruppen stützen sollten. Werden Studien ausserhalb ihres Aussagebereichs interpretiert, entstehen vereinfachte Problembeschreibungen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Bedeutung für die inklusive Schule&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Schweiz hat sich mit der UNO-Kinderrechtskonvention und Behindertenrechtskonvention verpflichtet, den Zugang zum allgemeinen Bildungssystem sicherzustellen und Benachteiligungen abzubauen. Inklusive Schulmodelle sind deshalb nicht primär ein bildungspolitisches Instrument, sondern ein Grundrecht. Ihre Unterstützung folgt eigenen fachlichen Kriterien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diskussionen über deren Ausgestaltung müssen sich daher an folgenden Fragen orientieren:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Welche Unterstützung benötigen Schulen konkret?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Welche Ressourcen stehen Lehrpersonen zur Verfügung?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wie gelingt individuelle Förderung innerhalb tragfähiger Strukturen?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die aktuellen Herausforderungen im Bildungssystem sind real. Sie lassen sich jedoch nicht auf einzelne Ursachen reduzieren und auch nicht mit einheitlichen Lösungen beantworten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus fachlicher Sicht zentral sind:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;differenzierte Problemanalyse statt pauschaler Erklärungen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;ausreichende sonderpädagogische Ressourcen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;tragfähige Rahmenbedingungen für Lehrpersonen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Sicherstellung der Teilhabe von Kindern mit Behinderung&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Integras setzt sich dafür ein, dass bildungspolitische Diskussionen auf belastbaren Erkenntnissen beruhen und die Rechte sowie Bedürfnisse aller Kinder berücksichtigen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/neue-equals-factsheets-wie-jugendliche-ihre-unterbringung-erleben-123</link>
			<title>Neue EQUALS-Factsheets: Wie Jugendliche ihre Unterbringung erleben</title>
			<description>&lt;h2&gt;Ein überwiegend positives Gesamtbild&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Mehrheit der Jugendlichen erlebt den Austritt als passend und blickt insgesamt positiv auf ihre Unterbringung zurück. Fast alle berichten von persönlichen Fortschritten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Unterbringung wird von vielen als Phase der Stabilisierung und Weiterentwicklung wahrgenommen – nicht nur im Alltag, sondern auch in der persönlichen Reifung.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wo Jugendliche Fortschritte sehen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Besonders häufig nennen junge Menschen Entwicklungen in drei Bereichen:&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Selbstständigkeit und Verantwortung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben und mehr Alltagskompetenzen&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Schule und Ausbildung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Konkrete Lern- und Ausbildungserfolge&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Persönliche Stabilisierung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;besserer Umgang mit Emotionen, mehr Selbstvertrauen sowie konstruktivere Beziehungen&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Was ihnen dabei geholfen hat&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am häufigsten nennen die Jugendlichen Beziehungen zu Bezugspersonen: Gespräche, Begleitung im Alltag und verlässliche Unterstützung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere wichtige Faktoren sind:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;klare Strukturen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;eigene Motivation&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;unterstützende Peers&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;teilweise auch persönliche oder spirituelle Ressourcen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Ergebnisse unterstreichen damit die zentrale Bedeutung stabiler Beziehungsarbeit im pädagogischen Alltag.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Einordnung der Ergebnisse&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Auswertungen zeigen zwei Wirkdimensionen stationärer Unterbringung:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;funktionale Entwicklung (Alltag, Schule, Selbstständigkeit)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;innere Stabilisierung (Selbstbild, Emotionen, Beziehungen)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Gerade die häufig genannten persönlichen Veränderungen verdeutlichen die Wirkung kontinuierlicher pädagogischer Begleitung.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Grenzen der Aussagekraft&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Ergebnisse sind differenziert zu betrachten:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;EQUALS-Institutionen nehmen freiwillig an externer Evaluation teil und bilden daher vermutlich eher engagierte Einrichtungen ab.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die meisten Rückmeldungen stammen von regulären Austritten; abgebrochene Verläufe sind unterrepräsentiert.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Factsheets zeigen: Viele Jugendliche erleben ihre Unterbringung als wichtige Entwicklungsphase.&lt;br /&gt;
Fortschritte entstehen besonders dort, wo verlässliche Beziehungen, klare Strukturen und individuelle Unterstützung zusammenkommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu den Factsheets:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.equals.ch/files/factsheets/equals-factsheet-17.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Factsheet 17&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.equals.ch/files/factsheets/equals-factsheet-18.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Factsheet 18&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/frohe-festtage-119</link>
			<title>Frohe Festtage!</title>
			<description></description>
			<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/was-braucht-gewaltfreie-erziehung-eine-jugendliche-spricht-ueber-die-nationale-fachtagung-2026-118</link>
			<title>Was braucht gewaltfreie Erziehung? Eine Jugendliche spricht über die Nationale Fachtagung 2026</title>
			<description>&lt;p&gt;Den Anstoss zum Tagungsthema gab die Verankerung des Prinzips der gewaltfreien Erziehung im Schweizer Zivilgesetzbuch, das 2026 in Kraft tritt. Doch entscheidend geprägt wurde das Konzept durch Gespräche mit jungen Menschen – unter anderem mit Wanda (18), deren Erfahrungen und Perspektiven wichtige Impulse für die Tagung geliefert haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Warum ist ein solcher Austausch für die pädagogische Praxis so wichtig? Und was brauchen Kinder und Jugendliche, damit gewaltfreie Erziehung im Alltag Realität wird?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir haben Wanda diese Fragen gestellt. Das denkt sie darüber:&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Interview mit Wanda&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jessica:&lt;/strong&gt; Warum braucht es deiner Meinung nach eine Tagung zu diesem Thema? Weshalb sollten Fachpersonen ihre Kompetenzen weiter stärken, um eine gewaltfreie Erziehung umzusetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wanda:&lt;/strong&gt; Man hört viel über Gewalt, aber man kennt längst nicht alle Formen… Wenn man psychische Gewalt erlebt, weiss man oft nicht, wie man das benennen soll. Es ist wichtig, all diese Aspekte wirklich zu erkennen und Worte dafür zu finden – sowohl für die, die es erlebt haben, als auch für die Fachpersonen, die uns begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Jessica: &lt;/strong&gt;Die Erfahrungen von Gewalt sind sehr unterschiedlich. Was brauchen Kinder und Jugendliche deiner Meinung nach am dringendsten, damit gewaltfreie Erziehung gelebt werden kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wanda:&lt;/strong&gt; Man muss Kindern und Jugendlichen Raum für ihre Stimme geben. Das kann verhindern, dass eine Situation überhaupt gewaltvoll wird. Ein nicht respektiertes Bedürfnis kann bereits Gewalt sein. Darum ist Zuhören das Wichtigste. In Heimen braucht es Dialog zwischen Fachpersonen und Jugendlichen: Regeln erklären, statt sie einfach durchsetzen. Wenn man den Rahmen nicht erklärt, führt das zu Frust – und Frust schnell zu Krisen. Regeln müssen verständlich sein, und manchmal braucht es Ausnahmen, damit individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jessica:&lt;/strong&gt; Vielen Dank, Wanda – deine Aussagen bringen den Kern der Tagung auf den Punkt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Während der beiden Tage werden wir diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten: mit fachlichen Inputs, Erfahrungsberichten, Themenworkshops und interprofessionellen Dialogen. Gemeinsam wollen wir neue Impulse setzen, Sichtweisen vertiefen und praxisnahe Ansätze weiterentwickeln – für eine Erziehung, die sichtbare und unsichtbare Formen von Gewalt konsequent vermeidet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir freuen uns auf zwei inspirierende Tage mit Ihnen.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://integras.ch/de/veranstaltungen/nationale-fachtagung-sozial-und-sonderpaedagogik-2026-27&amp;quot;&gt;Programm &amp;amp; Anmeldung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1762764453-Nationale_Fachtagung_2026(4).png" length="2629938" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/-117</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/rueckblick-zur-tagung-brunnen-2025-116</link>
			<title>Rückblick zur Tagung Brunnen 2025</title>
			<description>&lt;p&gt;Bereits in der Eröffnungsrede unterstrich Nicole Baracchi, dass stationäre Einrichtungen häufig der letzte Halt sind, wenn alle anderen Massnahmen ausgeschöpft wurden. Ein Aufenthalt soll dennoch ein Wendepunkt sein: hin zu Teilhabe, Stabilität und Selbstwirksamkeit.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Zentrale Impulse aus den Referaten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Albert Scherr zeigte auf, wie stark viele Jugendliche bereits belastet sind, wenn sie in eine stationäre Einrichtung kommen – oft zu spät und mit wenig sozialem oder kulturellem Kapital. Die Aufgabe der Fachpersonen: Stabilität schaffen, Orientierung geben und Chancen eröffnen – selbst dann, wenn die Ausgangslage schwierig ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jana Osswald und Carole Zellner betonten die wichtige Rolle von Zugehörigkeit und Kontinuität. Heimunterbringungen seien prägende Lebensabschnitte, aber nur ein Teil einer umfassenden Biografie. Entscheidend sei, Übergänge aktiv zu gestalten und Netzwerke zu erhalten, statt neue Brüche zu produzieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit einer klaren Analyse stellte André Woodtli die gängige Formulierung der «ultima ratio» infrage. Heime seien heute keine totalen Institutionen mehr und dennoch oftmals der Ort, an dem Hilfeprozesse ins Stocken geraten. Er sprach vom «Technologiedefizit» der Sozialpädagogik – dem professionellen Anspruch, ohne einfache Rezepte handlungsfähig zu bleiben – und warnte vor Entscheidungen aus reiner Konzepttreue.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Peter Streckeisen gab einen soziologischen Blick auf Professionalisierung und Fachkräftemangel. Professionalisierung, so seine These, sei kein linearer Prozess, sondern entwickle sich im Spannungsfeld gesellschaftlicher Veränderungen. Neben formaler Qualifikation brauche es Haltung, Diversität im Team und eine echte Partizipation der Adressat:innen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Workshops, Austausch und Innovation&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In Workshops und Praxisforen wurden zentrale Themen weiter vertieft und konkrete Handlungsideen für den Alltag entwickelt.&lt;br /&gt;
In der Innovations-Werkstatt für Integras-Mitglieder wurde experimentiert, diskutiert und neu gedacht – mit Design Thinking (uma collective) und Perspektivenwechsel im VentiLabor (DAS.VENTIL).&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Fazit: Herausforderungen erkennen – Potenziale nutzen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Tagung zeigte eindrücklich: Die stationäre Sozialpädagogik steht unter Druck. Doch gerade in schwierigen Situationen zeigen sich Professionalität, Haltung und Kreativität der Fachpersonen. Heime können nicht immer perfekte Bedingungen bieten – doch sie können Wendepunkte schaffen, Beziehungen tragen und Jugendlichen Türen öffnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein herzliches Dankeschön an alle Referierenden, Workshopleitenden, Teilnehmenden und das gesamte Organisationsteam für drei inspirierende Tage.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://integras.ch/de/veranstaltungen/tagung-brunnen-2025-11&amp;quot;&gt;Zur Veranstaltungsseite und den Präsentationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1752143829-Tagung_Brunnen_2025_Website.png" length="5972550" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/reconnect-–-digitale-medien-im-alltag-von-jugendlichen-in-stationaeren-einrichtungen-115</link>
			<title>re:connect – Digitale Medien im Alltag von Jugendlichen in stationären Einrichtungen</title>
			<description>&lt;p&gt;Über Interviews mit Jugendlichen sowie Gruppendiskussionen mit Fachpersonen aus acht Einrichtungen wurde untersucht, welche Rolle digitale Medien im stationären Alltag spielen – und wie komplex die damit verbundenen Herausforderungen sind.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Die Ergebnisse sind eindeutig:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Digitale Medien sind zentrale Kommunikations- und Bewältigungsräume für Jugendliche. Gleichzeitig zeigen sich Risiken wie Überforderung, Konflikte, Gewaltinhalte oder Suchttendenzen. Für Fachpersonen bedeutet dies, Medienpädagogik fest in den Alltag zu integrieren – auch dann, wenn der Zugang zu digitalen Lebenswelten schwerfällt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die neu publizierte Broschüre fasst die Erkenntnisse praxisnah zusammen. Sie bietet:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Fachliche Orientierung und Hintergrundwissen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ansätze für einen reflektierten und sicheren Umgang mit digitalen Medien&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Viele konkrete Praxis-Tipps, Beispiele und Reflexionsfragen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Integras Co-Geschäftsführerin Lorène Métral wirkte als Mitglied der Begleitgruppe am Projekt mit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=329&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zur Broschüre&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=32a&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zum wissenschaftlichen Forschungsbericht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.mekis.ch/projekte/Projekt-re-connect.html&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zur Projektseite&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1764052377-ReConnect_Brochure_NL.jpg" length="338606" type="image/jpeg">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/umsetzung-der-kinderrechte-in-der-schweiz-was-denken-kinder-in-institutionen-darueber-109</link>
			<title>Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz: Was denken Kinder in Institutionen darüber?</title>
			<description>&lt;h2&gt;&lt;!--StartFragment --&gt;Berücksichtigung des Kindeswillens&lt;!--EndFragment --&gt; (Art. 12)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Viele Kinder haben den Eindruck, dass sie von den Erwachsenen kaum gehört und nicht genügend ernstgenommen werden – in der Institution, in der Schule oder auch von den Sozialarbeitenden. Dies wirkt sich direkt auf die alltägliche Organisation wie auch Entscheidungen, die sie angehen, aus. Gewisse Entscheide, insbesondere jene zur ausserfamiliären Unterbringung, wurden gefällt, ohne dass die Kinder angehört worden wären oder eine Erklärung erhalten hätten. Dies erzeugt und verstärkt das Gefühl, eine Ungerechtigkeit zu erleben. Im Heim illustriert sich dieses fehlende Gehör darin, dass die Pädagog*innen nur wenig Zeit für die Kinder haben oder ihnen Gründe für Sanktionen nicht erklären.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;!--StartFragment --&gt;Trennung von den Eltern; persönlicher Umgang&lt;!--EndFragment --&gt; (Art. 9)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Thema Leben mit seiner Familie und Unterhalt regelmässiger Kontakte (Art. 9) gehört ebenfalls zu ihren wichtigsten Anliegen.&amp;nbsp;Ein Grossteil der Kinder beklagt die Trennung von ihrer Familie und äussert den Wunsch nach vermehrtem Kontakt mit den Eltern, ohne strikte Rahmbedingungen, die die Kinder oftmals nicht verstehen. Einige leiden stark unter der Entfernung von ihrer Familie auch an Wochenenden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;!--StartFragment --&gt;Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung&lt;!--EndFragment --&gt; (Art. 19)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Kinder berichten von verbaler Gewalt, Aggressivität und Mobbing zwischen Gleichaltrigen, insbesondere in der Schule oder im Heim. Der affektive und körperliche Schutz sowie das Gefühl, in allen Lebenssituationen auf Schutz zählen zu können, wird als nicht ausreichend gesichert wahrgenommen. Für einige Kinder ist die Entweichung ein Ruf nach Schutz oder Bindung, der von den Erwachsenen dann missinterpretiert wird.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;!--StartFragment --&gt;Schutz der Privatsphäre und Ehre&lt;!--EndFragment --&gt; (Art. 16)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein Zimmer mit anderen Kindern, die manchmal sehr unterschiedlichen Altersgruppen angehören können, teilen zu müssen, untergräbt das Gefühl von bestehender Intimsphäre und Sicherheit. Auch eine fehlende Stabilität (häufiges Wechseln des Zimmers) wird als Hindernis genannt, um sich vollständig angekommen und «zu Hause» fühlen zu können. Betreten andere Kinder oder Erwachsene ihr Zimmer ohne vorheriges Anklopfen oder warten die Antwort nicht ab, erleben dies die Kinder als ein Eindringen in ihre Privatsphäre.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Achtung der Kindesrechte; Diskriminierungsverbot&amp;nbsp;(Art. 2)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Kinder sprechen auch unterschiedliche Behandlungen an (Art. 2), insbesondere in der Schule, wo sie Rassismus wahrnehmen oder Hänseleien, speziell gegenüber Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Im Heim werden unterschiedliche Behandlungen je nach Alter oder Autonomieentwicklung ebenfalls negativ erlebt: Insbesondere die Jugendlichen fühlen sich weniger unterstützt, weniger prioritär bis sogar sich selbst überlassen, sobald sie als «autonomer» eingestuft werden. Für einige unter ihnen bedeutet dies geringere Aufmerksamkeit, ausser wenn sie Krisen heraufbeschwören oder Probleme machen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Forderungen der Kinder&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Mehr Zeit für den Dialog mit den Erwachsenen, echtes Gehör finden: mehr gehört, verstanden und eingebunden werden in Entscheidungen, die sie betreffen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Verbesserter Kontakt mit den Eltern: Flexiblere Handhabung der Telefonkontakte, mehr Zeit für/Zugang zu Kommunikation, mehr Besuche.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Bessere spezifische Unterstützung in der Schule, um Diskriminierungen zu vermeiden.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Abschaffung der sehr grossen Institutionen, Förderung von Pflegefamilien und Schaffung von Betreuungseinrichtungen mit flexiblen Tagen, die die Möglichkeit eines temporären Aufenthalts bei Bedarf nicht ausschliessen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ausgeglichenere und respektvolle Beziehung Kinder-Erwachsene:&amp;nbsp; Erwachsene, die auch fähig sind, ihre Fehler zu erkennen, und die sich immer die Zeit nehmen, um Gründe für Sanktionen zu erklären.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schaffung von mehr Einzelzimmern in den Heimen, vor allem für Kinder/Jugendliche ab einem bestimmten Alter.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mehr Pädagog*innen für mehr Stabilität.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Besseres Gehör finden bei den Sozialarbeitenden: Häufigere Kontakte und die Möglichkeit für die Kinder, sich in passender Weise ausdrücken zu können (nicht nur verbal).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Forderungen zeugen von Reife und hellsichtigen Überlegungen und man kann nicht genug die Wichtigkeit unterstreichen, die Kinder und Jugendlichen vermehrt einzubeziehen: Sie sind die wahren Kenner*innen ihres eigenen Lebens.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein grosses Dankeschön allen Kindern und Jugendlichen, die an diesen Workshops mitgemacht haben!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.netzwerk-kinderrechte.ch/projekte-kampagnen/kinder-und-jugendbericht/partizipationsprojekt-2024-2026&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen zum Projekt und zum Bericht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.netzwerk-kinderrechte.ch/aktuell/2025/erfolgreicher-abschluss-der-workshop-phase-im-nks-partizipationsprojekt&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Aktuellste Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.netzwerk-kinderrechte.ch/aktuell/2025/offener-brief-an-den-bundesrat&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Der&amp;nbsp;von Integras mitunterzeichnete offene Brief des Netzwerks Kinderrechte Schweiz&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1756111438-UN-Bericht-Projekt.png" length="5154702" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/childrights-moocch-der-erste-schweizer-online-kurs-zu-kinderrechten-bei-ausserfamiliaerer-unterbringung-108</link>
			<title>Childrights-mooc.ch: der erste Schweizer Online-Kurs zu Kinderrechten bei ausserfamiliärer Unterbringung</title>
			<description>&lt;h2&gt;MOOC: Sechs&lt;br /&gt;
thematische Module&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Module sind für alle zugänglich, kostenlos und ohne Voraussetzungen. Der Kurs ist vom Internationalen Institut für Kinderrechte (IDE), Terre des hommes (Tdh) und dem Interfakultären Zentrum für Kinderrechte (CIDE) der Universität Genf, in Zusammenarbeit mit 80 Expert*innen und mehr als 40 NGOs organisiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Integras hat das Modul 4 zum Thema Kinderrechte im Kontext ausserfamiliärer Unterbringung entwickelt. Die Beiträge zahlreicher Expert*innen veranschaulichen die spezifischen Herausforderungen beim Aufwachsen in einer Einrichtung oder Pflegefamilie. Dabei stehen die zentralen Rechte von Kindern und Jugendlichen im Fokus: gehört, geschützt und respektiert zu werden und die nötige Unterstützung und Begleitung auf ihrem Lebensweg zu erhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Modul bietet Informationen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;zur ausserfamiliären Unterbringung in der Schweiz,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;zu den Kinderrechten in jeder Etappe der Unterbringung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;zur konkreten Anwendung dieser Rechte in den verschiedenen Unterbringungsformen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Alle Informationen finden Sie unter&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://childrights-mooc.ch/de/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;childrights-mooc.ch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=3ee&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Flyer&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1780578273-Image_childrights-mooc.ch_DE.png" length="1066190" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/-112</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/vertrauensperson-–-gute-idee,-schwierige-umsetzung-110</link>
			<title>Vertrauensperson – gute Idee, schwierige Umsetzung?</title>
			<description>&lt;h2&gt;Was heisst überhaupt «Vertrauensperson»?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer wählt sie aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie entsteht Vertrauen – und wie wird es geschützt?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der Testing-Phase unseres gemeinsamen Innovationsprojekts mit YOUVITA, dem Kompetenzzentrum Leaving Care, Pflege- und Adoptivkinder Schweiz und dem Careleaver Verband Schweiz sind wir diesen Fragen nachgegangen – gemeinsam mit Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen und mit Kindern und Jugendlichen, die in Institutionen leben. Ziel war es, nicht nur die Theorie zu prüfen, sondern ein realistisches Bild der aktuellen Praxis, ihrer Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu gewinnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Idee einer «Vertrauensperson» für ausserfamiliär untergebrachte Kinder und Jugendliche ist gut gemeint – aber die Realität in der Praxis ist geprägt von Widersprüchen, Unsicherheiten und Zielkonflikten. Diese Spannungsfelder zeigen: Es reicht nicht, den Begriff der «Vertrauensperson» rechtlich zu verankern. Es braucht ein tieferes Verständnis für die Beziehungsebenen im Alltag ausserfamiliär untergebrachter Kinder – und Modelle, die der Komplexität gerecht werden. Der nächste Schritt ist darum, gemeinsam mit Kindern und Fachpersonen neue Wege zu entwickeln, wie echte Vertrauensbeziehungen entstehen und gepflegt werden können – im Rahmen des Möglichen, mit Klarheit über Rollen, mit Respekt vor der Perspektive der Kinder.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Unsere wichtigsten Erkenntnisse aus der Testing-Phase&lt;/h2&gt;

&lt;div class=&amp;quot;accordeon&amp;quot; style=&amp;quot;background:#eeeeee;border:1px solid #cccccc;padding:5px 15px;&amp;quot;&gt;
&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Fachpersonen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Fachpersonen sind sich einig: Das Konzept der «Vertrauensperson» ist sinnvoll – aber in der Umsetzung diffus.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Die Zuständigkeiten sind unklar, die Erwartungen uneinheitlich.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Viele denken an eine «langfristig verlässliche Person», die aber kaum zu finden ist – vor allem nicht ausserhalb des familiären Netzwerks.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Eltern werden oft genannt, sind aber Teil des Systems – und damit nicht im Sinne der Vorgabe.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Kinderperspektive wurde in der Ausgestaltung der PAVO kaum berücksichtigt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Kinder und Jugendliche&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Kinder und Jugendliche&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;haben ein feines Gespür für Vertrauen – aber es ist fragil.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Vertrauen braucht Zeit, echte Begegnung und die Möglichkeit, Fehler einzugestehen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kinder sagen: «Vertrauenspersonen müssen auf meiner Seite sein», «sie dürfen nicht alles weitererzählen» oder «sie müssen verstehen, was ich brauche».&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Viele Kinder erleben Brüche, Wechsel und Unsicherheit – gerade deshalb ist Beziehungssicherheit zentral.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vertrauen ist kein Status, sondern ein Prozess – manchmal beginnt er mit einem Drachen aus Lego oder einem Gespräch beim Pizzaessen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h2&gt;Was bedeutet das für die Praxis?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Rückmeldungen zeigen deutlich: Wenn wir wollen, dass Kinder tatsächlich von einer «Vertrauensperson» profitieren, braucht es mehr als eine formale Vorgabe. Es braucht Haltung, Raum für Beziehung und vor allem ein Verständnis dafür, was Vertrauen für Kinder und Jugendliche bedeutet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Idee der «einen Vertrauensperson» greift zu kurz. Was Kinder brauchen, ist ein &lt;strong&gt;verlässliches Netzwerk&lt;/strong&gt; – mit mehreren potenziell vertrauten Personen, innerhalb und ausserhalb des Systems. Dafür braucht es einen neuen Blick auf Beziehungsarbeit: sensibel, kindzentriert und realistisch umsetzbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projektteam befindet sich mittlerweile in der dritten Projektphase. Die gewonnenen Erkenntnisse aus Gesprächen, Workshops und Analyse werden nun gezielt weiterentwickelt – mit dem Ziel, Kinder in ausserfamiliärer Unterbringung nachhaltig zu stärken und die Praxis konkret zu unterstützen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1756109263-Vertrauensperson.png" length="5607921" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/die-juni-projekte-des-mide-111</link>
			<title>Die Juni-Projekte des MIDE</title>
			<description>&lt;p&gt;Die fünfzehn teilnehmenden Student*innen, aufgeteilt in drei Gruppen, haben sich mit viel Enthusiasmus an die Arbeit gemacht und den ganzen Juni über daran gearbeitet, eine zielorientierte Weiterentwicklung der App zu ermöglichen. Das Projekt verlief in mehreren Etappen&amp;nbsp;:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;zielgerichtete Analyse von Kidimo und der kritischen Rückmeldungen dazu&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Aufsuchen von Artikeln, die noch nicht auf der Web-App sind&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;intensive Reflexion über mögliche Sensibilisierungsmethoden&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kontakte mit Fachpersonen aus der Praxis, um die Arbeit zu prüfen und zu verfeinern&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Student*innen haben umfassende Berichte zusammengestellt mit originellen und altersangepassten Sensibilisierungsübungen für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, dem Zielpublikum von Kidimo. Während des ganzen Projekts standen ihnen das Kidimo-Entwicklungsteam und die Lehrbeauftragten des Masters zur Seite und begleiteten ihre Arbeits- und Denkprozesse. Im Rahmen des Projekts entwickelte sich eine echte Synergie zwischen den Sprachregionen der Schweiz mit Blick auf das gemeinsame Ziel, Kinder noch besser für ihre Rechte zu sensibilisieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zuletzt wurden die Berichte der Master-Student*innen dem Kidimo-Team überreicht. Dieses wird die möglichen Weiterentwicklungen der Web-App gestützt auf diese Rückmeldungen und die geleistete Arbeit evaluieren. Diese Projektarbeit ermöglichte allen Teilnehmenden konstruktive Erfahrungen und Integras ist stolz, darin eine proaktive Rolle gespielt zu haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?id=8&amp;quot;&gt;Mehr zur Web-App KIDIMO&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1756106321-Kidimo4.png" length="426007" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/rueckblick-schweizer-forum-kinder-und-jugendhilfe-2025-105</link>
			<title>Rückblick: Schweizer Forum Kinder- und Jugendhilfe 2025</title>
			<description>&lt;p&gt;Den Auftakt machte Emilie Werlen mit einem berührenden Input zur kindlichen Perspektive. Sie zeigte auf, wie sehr gewohnte Umgebungen Sicherheit vermitteln – und wie verletzend deren Verlust sein kann. Der psychologische Prozess des «Ankommens» wurde so zum roten Faden durch den Tag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einblicke in die Praxis bot der Kanton St. Gallen mit seinem Koordinationskonzept zur ausserfamiliären Platzierung. Im Zentrum: ein gemeinsames Fallverstehen aller Beteiligten als Grundlage für abgestimmte Ziele und tragfähige Beziehungen. Stefan Eberitzsch vertiefte die Komplexität dieser Prozesse und präsentierte praxisnahe Impulse der Plattform wif.swiss. Wie sich Kultur und Herkunft auf das Ankommen auswirken, zeigte Daniela Reimer anhand eindrucksvoller Fallbeispiele.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Nachmittag wurden die Inhalte in interdisziplinären Gesprächsrunden und Workshops weitergedacht. Besonders gut besucht war der Workshop zur Rolle der Vertrauensperson. Mit kreativen Mitteln – etwa durch das gemeinsame Bauen mit Legosteinen – näherten sich Tim Tausendfreund und Rose Burri gemeinsam mit den Teilnehmenden der Frage: Was braucht es, damit ein Kind wirklich Vertrauen fassen kann?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das abschliessende Podium mit Diana Wider (KOKES), Svenja Beck (Schoio AG) und Rose Burri (Careleaver Schweiz) vertiefte diese Überlegungen. Deutlich wurde: Eine Vertrauensperson kann für Kinder in belastenden Situationen den entscheidenden Unterschied machen – vorausgesetzt, Fachpersonen bringen Zeit, Geduld und echtes Interesse mit. Das Wichtigste, was man dabei beachten sollte: Das Kind wählt seine Vertrauensperson selbst aus. Diana Wider betonte, dass die Grundlagen zur Umsetzung vorhanden seien: rechtlich, konzeptionell, methodisch. Nun gelte es, den Raum für Umsetzung zu nutzen – mit dem Ziel, Kindern echte Unterstützung und sichere Beziehungen zu bieten.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1749722419-IMG_8666.jpeg" length="6081686" type="image/jpeg">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/fachkraeftesituation-in-der-sozial-und-sonderpaedagogik-dringende-massnahmen-erforderlich-71</link>
			<title>Fachkräftesituation in der Sozial- und Sonderpädagogik: Dringende Massnahmen erforderlich</title>
			<description>&lt;p&gt;Integras war als Mitglied des Soundingboards der Studie an der Präsentation und der Diskussion der Resultate für den Sozialbereich «Kinder, Jugendliche und Familien» dabei. Hier die wichtigsten Resultate für den Sozial- und Sonderpädagogikbereich aus Sicht von Integras.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 26 May 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1748242776-keyvisual_mitlogos_DE.jpg" length="763544" type="image/jpeg">
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/equals-rueckblick-auf-die-13-jahresversammlung-vom-24-april-2024-107</link>
			<title>EQUALS: Rückblick auf die 13. Jahresversammlung vom 24. April 2024</title>
			<description>&lt;p&gt;Sie kennen EQUALS noch nicht? Sie möchten den Erfolg Ihrer Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe evaluieren?&amp;nbsp; Dann nehmen Sie an einer unserer nächsten EQUALS-Integras Infoveranstaltung teil.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?id=11&amp;quot;&gt;Mehr zu EQUALS&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Neues Factsheet zu&amp;nbsp;Suizidgedanken&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Im 15. Factsheet von Equals werden wichtige Zusammenhänge zwischen Suizidgedanken, Misshandlungserfahrungen und häufigen Heimwechseln aufgezeigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Integras empfiehlt daher:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Präventions- und Interventionsansätze ganzheitlich zu gestalten: Psychische, soziale und biografische Faktoren müssen gleichwertig berücksichtigt und in der Betreuung eng miteinander verknüpft werden. Nur so lässt sich eine nachhaltige Unterstützung und Stabilisierung der Jugendlichen sicherstellen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Ergebnisse unterstreichen zudem die grosse Bedeutung einer sorgfältigen Übergangsbegleitung.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Zudem besteht dringender Bedarf an systematischen Erhebungen, um belastbare Daten zu gewinnen, die eine gezielte Planung und Verbesserung der Schutz- und Unterstützungsangebote ermöglichen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=2bb&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zum Factsheet (PDF)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen und Handlungsansätze – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung an: integras@integras.ch&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/rueckblick-zur-ersten-nationalen-tagung-sozial-und-sonderpaedagogik-29</link>
			<title>Rückblick zur ersten Nationalen Tagung Sozial- und Sonderpädagogik</title>
			<description>&lt;p&gt;Am ersten Tag in der Eröffnung sprach&amp;nbsp;Astrid Wüthrich (BSV) über die veränderten Lebensrealitäten von Familien, denen bestehende Regelungen und administrative Prozesse oft nicht gerecht werden. Daran anknüpfend analysierte Prof. Núria Sanchez Mira die soziodemographischen Entwicklungen und betonte die Notwendigkeit familienergänzender Betreuungsangebote sowie einer umfassenderen Elternzeitregelung. Ergänzend beleuchtete&amp;nbsp;Lalitha Chamakalayil, wie vielfältig und wandelbar das Konzept Familie in der Praxis ist und zeigte auf, dass Familienkonstellationen das Resultat individueller Aushandlungsprozesse sind. Schliesslich präsentierten&amp;nbsp;Christa Quick und&amp;nbsp;Martin Nigg das Konzept des Familienrates anhand eines Fallbeispiels und wie das soziale Netzwerk der Familie dazu genutzt werden kann, Lösungskonzepte für eine sichere und gute Begleitung von Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden mit&amp;nbsp;Lalitha Chamakalayil als auch&amp;nbsp;Christa Quick und&amp;nbsp;Martin Nigg vertieft ins Gespräch zu den im Referat vorgestellten Themen kommen. In weiteren Workshops diskutierten&amp;nbsp;Walter Steiner und&amp;nbsp;Marielle Wydler Spannungsfelder in der Arbeit mit Familien und thematisierten dabei den Einfluss des „Familienmythos“ auf die Kinderschutzarbeit, während&amp;nbsp;Anke Moors von a:primo das nationale Angebot schritt:weise zur Stärkung der Kompetenzen vorstellte. Eine Podiumsdiskussion rundete den ersten Tag ab, in der mit Lukas Bendel,&amp;nbsp;Hadja Kaba, und&amp;nbsp;Desiree Righetti über die Anerkennung des familiären Engagements, die partizipative Zusammenarbeit und den Umgang mit Careleavern gesprochen wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der zweite Tag widmete sich der Haltung von Fachpersonen und der (Wieder-)Aktivierung der Familie.&amp;nbsp;Jean-Paul Ligier stellte heraus, dass es keine „perfekten“ Familien gibt, sondern lediglich solche mit unterschiedlichen Herausforderungen und Ressourcen. Ligier plädierte für eine respektvolle Nähe-Distanz-Balance, professionell und zugleich menschlich, die nur durch konstante Reflexion gelingen kann.&amp;nbsp;Thomas Tanner präsentierte das Familienklassenzimmer der Volksschule Kriens als Modell für eine stärkere Integration und Peer-Unterstützung innerhalb des Bildungssystems. Abschliessend erläuterte&amp;nbsp;Michael Biene das systemische Interaktionstherapiemodell, das auf einer aktiven Beteiligung der Eltern bei der Lösung der Probleme ihrer Kinder mit professioneller Unterstützung beruht. Im Podiumsgespräch wurde diskutiert, wie der Platzmangel in Institutionen und Heimen durch eine verstärkte Einbindung der Familien und eine intensivere Vernetzung aller Akteure kompensiert werden könnte. Die Tagung wurde mittels Vertiefung der Referate von&amp;nbsp;Jean-Paul Ligier,&amp;nbsp;Thomas Tanner und&amp;nbsp;Michael Biene abgeschlossen und eine Diskussion von Insieme Genf zur Stellung der Familien in Netzwerken und Relevanz von externen Anlaufstellen des Fachnetzwerks.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 28 Mar 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1744289735-2zusammenfassung_nat_tag2025.jpg" length="304027" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/ergebnisbericht-des-snf-forschungsprojekts-verletzlichkeit-und-wohlbefinden-in-der-kindheit-72</link>
			<title>Ergebnisbericht des SNF-Forschungsprojekts «Verletzlichkeit und Wohlbefinden in der Kindheit»</title>
			<description>&lt;h2&gt;Zur Studie&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das SNF-Forschungsprojekt «Verletzlichkeit und Wohlbefinden in der Kindheit» (2021-2025)&amp;nbsp;untersucht die Perspektive von Kindern und Jugendlichen und zeigt auf, welche Bedingungen für ihr Well-Being (Wohlergehen und Wohlbefinden) in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zentral sind. Die Studie geht unter anderem den Fragen nach:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Wie verstehen Kinder und Jugendliche selbst Well-Being und Vulnerabilität?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Was ist für ihr Wohlbefinden besonders wichtig?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Um Antworten darauf zu finden, wurden in der gesamten Schweiz 56 qualitative Interviews mit 8- bis 14-Jährigen geführt, davon 33 mit Kindern und Jugendlichen aus der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Neben den Interviewdaten wurden auch Well-Being Maps und Collagen genutzt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Well-being und Vulnerabilität&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In den Interviews beschreiben Kinder und Jugendliche Well-Being als ein „Gefühl der Zufriedenheit, des Ernstgenommen-Werdens und der Freiheit“. Besonders wichtig ist für sie, keine Gewalt zu erleben – gleichzeitig berichten viele Jugendliche von Mobbing und Grenzverletzungen. Zentral für ihr Wohlbefinden sind zudem vertrauensvolle und verlässliche Beziehungen zur Familie, zu Freundinnen und Freunden sowie zu Fachkräften, die als Ansprechpersonen bei Problemen dienen. Darüber hinaus spielen soziale Teilhabe, digitale Medien und sichere Räume eine grosse Rolle – insbesondere Rückzugsorte wie das eigene Zimmer. Auffällig ist, dass Kinder und Jugendliche aus der offenen Kinder- und Jugendhilfe insgesamt mehr über Well-Being-Momente als über Verletzlichkeit sprechen. Im Gegensatz dazu berichten jene, die in Heimen aufwachsen, häufiger von Erfahrungen der Verletzlichkeit und Verletzungen. Zudem zeigt sich, dass ihre positiven Erlebnisse oft nicht eindeutig als Wohlfühlsituationen beschrieben werden, sondern mit Unsicherheiten oder belastenden Erfahrungen verknüpft sind. Dies unterstreicht ihre erhöhte Vulnerabilität.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sicherheit, Handlungsfähigkeit und Zugehörigkeit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Aus der Analyse der Interviews lassen sich drei zentrale Bedingungen für Well-Being und Verletzlichkeit ableiten:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Sicherheit&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Handlungsfähigkeit&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Zugehörigkeit&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Diese Voraussetzungen können jedoch ins Gegenteil kippen – zu Unsicherheit, Ohnmacht und sozialem Ausschluss – und so Verletzlichkeit verstärken. Daher ist es entscheidend, in stationären Einrichtungen Strategien zu entwickeln, die:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Verletzlichkeiten minimieren,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ohnmacht verhindern,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Transparenz fördern,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Handlungsfähigkeit stärken und&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;sichere Räume schaffen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf Sprechräume gelegt werden, in denen Kinder und Jugendliche offen über Themen wie Scham und Beschämung sprechen können.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Publikationen aus dem Projekt&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Pomey, M. &amp;amp; D’Alessandri, D. (2024): Geburt und Zugehörigkeit. In: Sozial Aktuell, 7-8&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pohl, C. &amp;amp; Pomey, M. (2024). Die Verflechtung von Vulnerabilität und Agency aus der Perspektive von Kindern in der Kinder- und Jugendhilfe. European Journal of Social Work​&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pomey, M. &amp;amp; Gabriel, T. (i. E.): Vulnerabilität und Resilienz in der frühen Kindheit. Handbuch empirische Forschung in der Pädagogik der frühen Kindheit.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pomey, M.; Wang, M. &amp;amp; Pohl, C. (i. E.) Digital Media and Well-being in Residential Care. ​In: Schweizerische Zeitschrift für Soziale Arbeit.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Integras unterstützt das Projekt als Praxispartner.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 27 Mar 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/gemeinsam-neue-loesungen-finden-—-rueckblick-auf-den-innovationsworkshop-herausforderungen-neu-denken-74</link>
			<title>Gemeinsam neue Lösungen finden — Rückblick auf den Innovationsworkshop «Herausforderungen neu denken»</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;«Wie können wir eine institutionsübergreifende, interprofessionelle Zusammenarbeit gestalten, welche das Kindeswohl fördert?»&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;«Wie können wir ein Arbeitsumfeld gestalten, welches die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden fördert und die Attraktivität des Berufes erhöht?»&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die sechs Teams haben sich mit den zwei Fragestellungen beschäftigt und in einem zweistündigen Innovationssprint ein fundiertes Problemverständnis geschaffen, Herausforderungen analysiert und gemeinsam innovative Lösungsansätze entwickelt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Highlights der Ergebnisse&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Neue Perspektiven durch Austausch:&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ein zentraler Ansatz war die stärkere Vernetzung über Institutionen hinweg. Hospitationen und ein «Seitenwechsel» wurden als effektive Massnahmen hervorgehoben, um das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zu fördern.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Fachliche Weiterentwicklung:&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Idee übergeordneter Fachgremien und Netzwerke wurde diskutiert, um den Austausch von Best Practices unter Institutionen zu stärken.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Attraktivität des Berufsfeldes erhöhen:&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Konkrete Massnahmen wie Ausbildungsanpassungen, Resilienzförderung und Kampagnen auf sozialpolitischer Ebene sollen zur stärkeren Bindung von Mitarbeitenden beitragen.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Betroffene zu Beteiligten machen:&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Partizipation von Betroffenen wurde als Schlüsselfaktor identifiziert, zum Beispiel durch innovative Projekte wie Peer-Mitarbeitende oder Kinder/Familien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig der institutionsübergreifende Austausch ist, um kreative Lösungen für drängende Herausforderungen zu entwickeln und konkrete nächste Schritte einzuleiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir danken allen Teilnehmenden für ihre engagierte Mitarbeit und freuen uns darauf, die nächsten Schritte gemeinsam zu gestalten. Lassen Sie uns zusammen weiterdenken – für innovative Ansätze und eine innovative Zukunft!&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 12 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/veranstaltungen-zu-vulnerabilitaet-und-wohlbefinden-–-um-6-im-kreis-5-75</link>
			<title>Veranstaltungen zu Vulnerabilität und Wohlbefinden – «Um 6 im Kreis 5»</title>
			<description>&lt;h2&gt;Details&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Um dies herauszufinden, haben Marion Pomey, Carina Pohl und ihr Projektteam mehr als 50 Interviews mit 8- bis 14-Jährigen geführt, die mit der Kinder- und Jugendhilfe in Kontakt stehen. Dabei wurden sowohl Kinder und Jugendliche rekrutiert und befragt, die in stationären Hilfen zur Erziehung aufwachsen, als auch solche, die in ihren Herkunftsfamilien leben. Auf diese Weise konnte ein differenziertes Bild über den Einfluss individueller Lebensumstände auf Wohlbefinden und Vulnerabilität gewonnen werden. In dem Forschungsprojekt, das konsequent der Perspektive der Kinder und Jugendlichen folgt, wurden neben den Interviewdaten auch Zeichnungen, Collagen und andere visuelle Darstellungen ausgewertet. INTEGRAS Fachverband Sozial- und Sonderpädagogik unterstützt das Projekt als Praxispartner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Ergebnisse des SNF-Forschungsprojekts (2021-2025) werden am 4. März 2025 im Rahmen der Veranstaltung «Um 6 im Kreis 5» von Marion Pomey und Carina Pohl vorgestellt. Beim anschliessenden Podiumsgespräch werden die Studienergebnisse aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe diskutiert. Moderiert von Samuel Keller reflektieren Martin Bässler (Stiftung Bündner Standard) und Rolf Tobler (Leitung Gfellergut) und Armin Malär (Amt für Jugend und Berufsberatung) mit den Projektverantwortlichen, welche Bedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe und insbesondere in stationären Erziehungseinrichtungen dazu beitragen, dass sich die betreuten Kinder und Jugendlichen wohl, sicher und möglichst wenig vulnerabel fühlen. Das Publikum ist im Anschluss herzlich eingeladen, bei einem Apéro mit den Expert*innen in den Dialog zu treten, sich zu vernetzen und die Diskussion weiterzuführen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Nicht verpassen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Rahmen des Forschungsprojektes findet am 4. April 2025 ebenfalls der Praxisworkshop «Digitale Medien in der Kinder- und Jugendhilfe» an der ZHAW (Campus Toni Areal, Raum 7.T35) statt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=1a9&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Programm&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anmeldung per E-Mail an Carina Pohl, &lt;a href=&amp;quot;mailto:carina.pohl@zhaw.ch&amp;quot;&gt;carina.pohl@zhaw.ch&lt;/a&gt; bis zum 21.03.2025&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/-73</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/equals-factsheet-–-geschlechtsdiverse-jugendliche-in-der-kinder-und-jugendhilfe-76</link>
			<title>Equals Factsheet – Geschlechtsdiverse Jugendliche in der Kinder- und Jugendhilfe</title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/innovativ-denken-im-ausserfamiliaeren-bereich-zwischen-vision-und-realitaet-77</link>
			<title>Innovativ denken im ausserfamiliären Bereich: Zwischen Vision und Realität</title>
			<description>&lt;p&gt;Innovativ zu denken, erfordert Raum, Zeit und die Haltung, dass es wichtig ist, den Status quo zu hinterfragen. Doch gleichzeitig ist es essenziell, den Blick für den Kern der Arbeit – die Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen – nicht zu verlieren. Im Rahmen der Brunnen-Tagung 2024 kommen wir zum Schluss, dass im Spannungsfeld zwischen visionären Ansätzen und der unmittelbaren Praxis entstehen zahlreiche Fragen, die oftmals mehr Anstoss zu weiterem Nachdenken als klare Antworten liefern. Und genau das ist gut so. Denn nur durch die Auseinandersetzung mit diesen Spannungen kann echte Innovation entstehen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;1. Innovationsprozesse brauchen Zeit  &lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Innovation ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen werden kann. Es braucht Zeit, um bestehende Strukturen zu hinterfragen, neue Ansätze zu entwickeln und diese in der Praxis zu erproben. Im ausserfamiliären Bereich, wo die Arbeit oft von hohen ethischen Standards und sensiblen Kontexten geprägt ist, müssen Innovationsprozesse noch sorgfältiger gestaltet werden. Zeit ist hier nicht nur ein notwendiger Faktor, sondern auch eine Ressource, die bewusst eingeplant werden muss. Das bedeutet aber auch, dass schnelle Ergebnisse nicht immer möglich sind – ein Spannungsfeld, das sich oft schwer auflösen lässt.  Die Tagungssteilnehmenden sind jedoch insbesondere an kreativen, zukunftsorientierten und fortschrittlichen Ideen interessiert.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;2. Über den Gartenzaun schauen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Innovation, so stellen wir fest, erfordert die Bereitschaft, den eigenen Horizont zu erweitern. Der Blick über den „Gartenzaun“ hinaus – sei es durch die Vernetzung von Institutionen oder den Austausch über Kantonsgrenzen hinweg – ist unerlässlich. Innovation entsteht oft dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der ausserfamiliäre Bereich kann von solchen Kooperationen enorm profitieren, indem er neue Ansätze aus anderen Regionen oder Bereichen adaptiert und weiterentwickelt. Vernetzung darf jedoch nicht nur Selbstzweck sein. Sie muss konkrete Impulse für die Praxis liefern und darauf abzielen, die Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;3. Kinder und Jugendliche einbeziehen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Innovative Lösungen in der Betreuung können nur dann nachhaltig und wirksam sein, wenn sie die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ins Zentrum stellen. Kinder und Jugendliche sollen nicht nur als Zielgruppe betrachtet, sondern aktiv in die Problemdefinition und Lösungsfindung einbezogen werden. Ihre Perspektiven sind entscheidend, um praxisnahe und effektive Ansätze zu entwickeln. Beteiligung bedeutet aber auch, Machtstrukturen zu hinterfragen und Kindern wie auch Jugendlichen eine Stimme zu geben, die wirklich Gehör findet. Dies ist nicht nur ein ethischer Anspruch, sondern ein zentraler Baustein für innovative Entwicklungen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;4. Die Balance zwischen Innovation und unmittelbaren Lösungen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Prekäre Lebenslagen dürfen und sollen nicht auf den „Zeitrahmen der Innovation“ warten. Oft sind schnelle, pragmatische und nachhaltige Lösungen gefragt – und diese gibt es oft bereits. In solchen Situationen ist es wichtig, den Menschen zuzuhören und die vorhandenen Ressourcen effektiv zu nutzen. Erst in einem zweiten Schritt kann allenfalls Zeit und Energie in die Suche nach neuen Konzepten investiert werden. Innovation darf hier nicht zum Selbstzweck werden. Stattdessen müssen sich Lösungen stets an der Dringlichkeit und den realen Bedürfnissen der Menschen orientieren. Dies bedeutet, dass Innovationsideen teilweise hintenanstehen müssen.  &amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Fazit - Fragen als Motor für Innovation  &amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wahre Innovation ist mehr als nur eine neue Idee oder eine technische Erfindung. Sie bedeutet, bestehende Strukturen, Prozesse oder Denkweisen grundlegend zu hinterfragen und nachhaltig zu verbessern. Wahre Innovation entsteht dort, wo Kreativität auf echten Bedarf trifft, und etwas geschaffen wird, das langfristigen Mehrwert bietet.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Innovatives Denken im ausserfamiliären Bereich bedeutet, sich in einem Spannungsfeld zu bewegen: zwischen Vision und Realität, zwischen langfristigen Prozessen und unmittelbaren Bedürfnissen. Innovation darf nie auf Kosten der Menschen gehen, die Unterstützung brauchen. Vielmehr muss sie darauf abzielen, genau diese Unterstützung zu verbessern – kreativ, vernetzt und immer mit dem Blick auf das Wesentliche: das Wohl der Kinder und Jugendlichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Save The Date – Tagung Brunnen 2025, 11.-13.11 2025, Brunnen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sammlung an Zusendungen über Innovative Projekte in der Schweiz&lt;/h2&gt;

&lt;h3&gt;Das Jugendnetzwerk&amp;nbsp;&lt;/h3&gt;

&lt;h4&gt;Moderne Konzepte, um psychosozialen Herausforderungen noch besser zu begegnen&lt;/h4&gt;

&lt;div class=&amp;quot;accordeon&amp;quot; style=&amp;quot;background:#eeeeee;border:1px solid #cccccc;padding:5px 15px;&amp;quot;&gt;
&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Pilotprojekt mit der LUPS&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein zweijähriges Projekt unterstützt Mädchen und junge Frauen nach psychiatrischer Behandlung, um Rückfälle zu vermeiden.&lt;/p&gt;

&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Kriminologische Jugendcoachings&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Gemeinsam mit der Universität Mainz entwickelte Methoden wie MIRA verbinden Risikoabklärung mit Schemacoaching und kommen in der Arbeit mit Jugendanwaltschaften zum Einsatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.jugendnetzwerk.ch/familienaktivierung/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h3&gt;Projekts Creating Futures&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Im Projekt Creating Futures erarbeiten Young Experts (14-24jährig), Mitarbeitende und Leitende von Jugendheimen in der Schweiz und Ungarn gemeinsam organisationale Innovationen, die es den Heimen ermöglichen, die Selbstbefähigung der jungen Menschen künftig noch wirksamer zu fördern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;http://fice.ch/projekte/creating-futures.html&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Quellenhof-Stiftung: Massgeschneiderte Angebote&lt;/h3&gt;

&lt;div class=&amp;quot;accordeon&amp;quot; style=&amp;quot;background:#eeeeee;border:1px solid #cccccc;padding:5px 15px;&amp;quot;&gt;
&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Wohngruppe T-Hope&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein spezialisiertes Brückenangebot für weibliche Jugendliche, die nach einem Klinikaustritt oder aufgrund ihrer Lebenssituation noch nicht in herkömmlichen sozialpädagogischen Settings wohnen können. Mit intensiver Betreuung, Therapie und Beziehungsarbeit bietet die Wohngruppe eine wichtige Übergangslösung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://quellenhof-stiftung.ch/kinder-jugend-familie/t-hope-therapeutisch-paedagogisches-wohnen/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Q-Arts&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Unter dieser Marke bündelt die Quellenhof-Stiftung kreative Aktivitäten und Projekte, die aus ihrer Arbeit hervorgehen, und schafft so Raum für künstlerischen Ausdruck und innovative Ideen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.q-arts.ch/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h3&gt;Innovation und Kreativität: Neue Wege der sozialen Entwicklung&lt;/h3&gt;

&lt;div class=&amp;quot;accordeon&amp;quot; style=&amp;quot;background:#eeeeee;border:1px solid #cccccc;padding:5px 15px;&amp;quot;&gt;
&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Living Museum Zürich&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Inspiriert von internationalen Konzepten, schafft dieser einzigartige Ort Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Psychiatrie-Erfahrung. Corinna Schleuniger erzählt im Podcast, wie Malen ihr hilft, ihre Geschichte positiv zu verarbeiten.&lt;/p&gt;

&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Innovation Booster&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der jährliche Innovationszyklus unterstützt mit finanziellen Mitteln, Expert*innen-Netzwerken und methodischer Begleitung die Entwicklung neuer Ideen. Projekte können direkt eingereicht oder auf der Webseite entdeckt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.innovationsociale.ch/de/ntn-innovation-booster&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie kennen noch weitere spannende Innovationsprojekte? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: &lt;a href=&amp;quot;mailto:integras@integras.ch&amp;quot;&gt;integras@integras.ch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://integras.ch/writable/media/1748524352-Bild_1__Brunnen_NL.png" length="375171" type="image/png">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/vertrauenspersonen-neu-denken-–-gemeinsam-zukunft-gestalten-7</link>
			<title>Vertrauenspersonen neu denken – Gemeinsam Zukunft gestalten</title>
			<description>&lt;p&gt;Im Rahmen des diesjährigen &lt;a href=&amp;quot;https://www.innovationsociale.ch/de/ntn-innovation-booster/innovation-booster/cycle-dinnovation-2023/2024-1&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Innovation Boosters&lt;/a&gt; «Co-Designing Human Services – Gemeinsam das Sozial- und Gesundheitswesen voranbringen» wurden innovative Projekte gesucht, die das Wohlergehen von Kindern, Jugendlichen und Familien im Fokus hatten.&lt;br /&gt;
Im Oktober 2024 erhielt das Innovationsteam mit dem Projekt «Vertrauensperson neu denken» den Zuschlag für die Testing Phase. In der Zwischenzeit gingen die Arbeiten unter dem Coaching von uma collective weiter.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Das Ziel des Projektes&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ziel ist es herauszufinden, wie das Konzept der «Vertrauensperson/vertrauten Person» in der Praxis umgesetzt werden kann, denn trotz Festschreibung in der Pflegekinderverordnung begegnet die Umsetzung immer noch einigen Hürden. Der fachlichen Praxis sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie ausserfamiliär untergebrachte Kinder und Jugendlichen von vertrauten Personen profitieren können und wie dies umgesetzt werden kann.&lt;br /&gt;
Das Innovationsteam besteht aus Expertinnen aus der Selbstorganisation der Care Leaverinnen und aus der Praxis der ausserfamiliären Unterbringungen. Dazu gehören:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Careleaver Schweiz&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Integras&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;PACH&amp;nbsp;Pflege- und Adoptivkinder Schweiz&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;YOUVITA&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kompetenzzentrum Leaving Care&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Die nächsten Schritte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Mit der finanziellen Förderung, die das Projekt erhalten hat, werden Empfehlungen entstehen, die dem Konzept der Vertrauensperson zur vermehrten Umsetzung verhelfen sollen. Dazu werden zu Beginn des nächsten Jahres werden Workshops mit Fachpersonen durchgeführt. Haben Sie bereits Interesse? Dann lassen Sie sich auf die Kontaktliste setzen und schreiben Sie uns eine Email:&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;mailto:integras@integras.ch&amp;quot;&gt;integras@integras.ch&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/-113</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 06 Mar 2023 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://integras.ch/de/aktuelles/-125</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
	</channel>
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