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Forschungsprojekt «Pflegekinder – next generation»
Start der Dialoggruppen und erste Erfahrungen

Im Projekt «Pflegekinder – next generation» ist die Perspektive der Betroffenen zentral. Um die Erfahrungen der Herkunfts- und Pflegeeltern sowie der Pflegekinder frühzeitig zu erfassen, sind in der Deutsch- und Westschweiz die ersten Dialoggruppen gestartet. Für die kommenden Dialoggruppen können sich interessierte Betroffene weiterhin melden.

Was bedeutet es für leibliche Eltern, wenn die eigenen Kinder platziert werden? Wie gestaltet sich der Kontakt mit den Behörden? Fühlen sich die Herkunftseltern genügend unterstützt? Diese und andere Fragen standen im Fokus der ersten Dialoggruppe, die sich Ende Januar in Zürich getroffen hat. «Der rege Austausch war für alle ein grosser Gewinn», so Karin Meierhofer, Geschäftsleiterin PACH. Wie sich in der Diskussion zeigte, haben die Anwesenden vielfach sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Viele Herkunftseltern berichteten etwa vom Gefühl der Perspektivenlosigkeit, der geringen Unterstützung und Einbindung in der Zeit der Trennung vom Kind.
Auch in der Westschweiz ist eine erste Dialoggruppe bereits zusammengekommen, hier mit Personen aus Pflegefamilien. «Das Bedürfnis nach Austausch ist riesig», bilanziert Gabriele Rauser, Geschäftsführerin von Integras. Auch bei diesem Treffen haben sich unter den Teilnehmenden einheitliche Themen herauskristallisiert, so etwa die fehlende Anerkennung für die Arbeit der Pflegefamilien oder die fehlenden Ressourcen für die optimale Betreuung der anvertrauten Kinder.

Die Erfahrungen der Deutsch- und Westschweizer Dialoggruppe werden in die Forschungsbedarfsanalyse einfliessen. «Wir wollen nicht über die Betroffenen sprechen, sondern mit Ihnen sprechen», so Karin Meierhofer. Gerade darum sei der Zuspruch zum Projekt immens, beobachtet Gabriele Rauser, die aus einer schriftlichen Rückmeldung zitiert: «L’intérêt que vous portez aux familles d'accueil à travers votre projet de recherche et de groupes de paroles est pile dans le mille. Merci beaucoup!» Mit seinem partizipativen Ansatz hat das Projekt «Pflegekinder – next generation» offensichtlich ins Schwarze getroffen.

Die Dialoggruppen sind offen für weitere Mitglieder.

Kontakt Deutschschweiz:
Barbara Furrer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 044 205 50 40

Kontakt Westschweiz:
Christine Laumann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 079 637 82 09

 

 pflegekinder nextgeneration

Informationen zum Forschungsprojekt erhalten Sie unter pflegekinder-nextgeneration.ch.

Bei Anfragen steht Ihnen die Projektleiterin Judith Bühler unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.