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KESCHA

Psychosoziale Begleitung von Eltern bei Fremdplatzierungen

Die Anlaufstelle Kindes- und Erwachsenenschutz (KESCHA) ist ein Informations- und Beratungsangebot für Personen, die von einer Massnahme des Kindes- oder des Erwachsenenschutzes betroffen sind. Unter anderem berät die Anlaufstelle Personen, die etwa Fragen zur Beistandschaft oder zu Verfahren der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) oder des Gerichts haben.

Im Beirat der KESCHA, wo auch Integras vertreten ist, werden die aktuellen Themen aus den Beratungsgesprächen besprochen. 2020 betrafen 60 % der Beratungen Fragen zum Kindesschutz. Die meisten davon betrafen Fragen zum Besuchsrecht, gefolgt von Fragen zu Obhut, Sorgerecht und Fremdplatzierungen.

Viele Herkunftseltern, deren Kinder ausserfamiliär platziert sind, haben bei der KESCHA angerufen. Sie befanden sich oftmals in einer schweren Krise und suchten Unterstützung. Integras, wie auch die KESCHA empfehlen, Herkunftseltern verstärkt als Anspruchsgruppe wahrzunehmen und sie psychosozial zu begleiten. Aus systemischer Sicht ist es unerlässlich auch mit den Herkunftseltern zu arbeiten, denn dies hat Auswirkungen auf die ausserfamiliär untergebrachten Kinder und Jugendlichen. Zusätzlich wissen wir aus der Forschung, dass ein grosser Teil der Kinder und Jugendlichen nach der Platzierung wieder zu den Herkunftseltern zurückkehrt. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung für Kinder und Jugendliche sollte die Kinder- und Jugendhilfe noch systemischer gedacht werden und Herkunftseltern entsprechend einbezogen und begleitet werden.

KESCHA Medienmitteilung

Beispiel aus Deutschland: «Löweneltern – Ein Ratgeber für Eltern, die mit Hilfen zur Erziehung zu tun haben»