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Rückblick Murten-Tagung vom 3. und 4. Juni 2021
«Für Übergänge sorgen – die Herausforderung von Verbindung und Kontinuität»

Am Ufer des Murtensees – bei strahlendem Sonnenschein und mit besonderer Freude, sich wieder persönlich begegnen zu können – trafen sich am 3. und 4. Juni rund dreissig Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um sich mit einem zentralen Thema der Sozial- und Fachpädagogik auseinanderzusetzen: den Übergängen. Verschiedene Konzepte und Forschungsprojekte wurden vorgestellt, Pflegefamilien und Jugendliche berichteten über ihre Erfahrungen bei Übergangssituationen.

Präsentation erschiedene Konzepte und Forschungsprojekte

Die Murten-Tagung «Für Übergänge sorgen – die Herausforderung von Verbindung und Kontinuität» behandelte mehrere wichtige Aspekte dieser besonderen Momente für Kinder und Jugendliche. Eine Vorstellung der Konzepte und eine philosophische Betrachtung der Übergänge bildeten den Rahmen zu Beginn der Konferenz. Präsentationen aus der Praxis ermöglichten es dann,

  • die Probleme beim Übergang in die Schule für Kinder, die von sonderpädagogischen Fachkräften unterstützt werden, zu erfassen,
  • die Bedeutung eines sinnvollen Rahmens, der von den kantonalen Aufsichtsbehörden geschaffen wird, zu verstehen,
  • oder die Instrumente kennenzulernen, die für die Vernetzung und Unterstützung zur Verfügung stehen, wenn eine psychiatrische Betreuung erforderlich ist.

Es wurden aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt, insbesondere zum entscheidenden Moment des Übergangs ins Erwachsenenalter. Schliesslich sprachen Pflegefamilien über die Bedeutung von Verbindungen während Übergängen und drei junge Mädchen, die vom Verein Scène Active begleitet wurden, berichteten über ihre Erfahrungen im Heim und ihre Erlebnisse bei den Übergängen.

Momente des Austausches

Momente des Austauschs ermöglichten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die verschiedenen Themen eingehend zu diskutieren. Es zeigte sich, dass Übergänge grundlegende und komplexe Momente sind. Vernetzung und Antizipation sind essentiell. Es ist wichtig, auf verschiedenen Ebenen zu agieren, um diese Übergänge zu betreuen: auf struktureller und auf institutioneller Ebene mit allen verfügbaren Ressourcen und mit professionellem Ansatz. Die Kontinuität der Verbindung ist ein wichtiger Schlüssel, damit Kinder und Jugendliche diese Momente der Veränderung gut durchlaufen und überwinden können.

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